ECL86 - eine kleine Statistik

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holger66
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ECL86 - eine kleine Statistik

Beitrag von holger66 »

Hallo zusammen,

vor ein paar Jahren bekam ich aus einer Sammlungsauflösung eine Dose mit insgesamt 18 gebrauchten ECL86, alle Marken durcheinander.

Die waren alle auf einem Funke-RPG getestet und für wenigstens ausreichend befunden worden.

Lange Zeit kam mir nun kein Gerät mit ECL86 auf den Tisch, bis jetzt, das schon an anderer Stelle erwähnte Saba Wildbad 12. Darin saß eine ECL86 von Tungsram, also sicher nicht die erste Bestückung. Diese machte nach Tausch des Koppelkondensators heftig thermische Gitteremission, die Gitterspannung stieg schon nach einer Minute über 1 Volt - die Leistungsaufnahme des Geräts war im weiteren Verlauf dann schnell bei 60 und 65 Watt statt der erlaubten 50. Diese Röhre war Schrott !

Das habe ich nun zum Anlaß genommen, die 18 Röhren aus der Dose der Reihe nach mit dem Gerät zu testen.

Ergebnis: 8 von 18 Röhren blieben ohne thermische Gitteremission, die anderen 10 mußten deswegen leider entsorgt werden. Ich weiß schon, warum ich diesen Röhrentyp nicht schätze. Gottlob habe ich noch reichlich neue hier liegen, falls mal was kommt. Aber das Ergebnis fand ich schon ernüchternd.

Viele Grüße
Holger
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elmot
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Re: ECL86 - eine kleine Statistik

Beitrag von elmot »

Hallo Holger,

interessant.

Kann man da auf irgendwelche Schlüsse auf Hersteller ziehen? Welche Hersteller sind bei den Ausfällen oft vertreten?

Und hast Du mal eine neue Röhre zum Vergleich eingesetzt?


Gruß

Achim
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röhrenradiofreak
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Re: ECL86 - eine kleine Statistik

Beitrag von röhrenradiofreak »

Die ECL86 gehört zu den thermisch hoch belasteten Röhren und ist häufig defekt.

Die PCL86 ist bis auf die Heizung baugleich und wurde von den frühen 60er bis in die 70er Jahre in vielen Fernsehern verbaut. Diese Röhre habe ich nicht so ausfallträchtig in Erinnerung.

Ob das an niedrigerer Belastung liegt? Ihre Anodenspannung liegt in Fernsehern niedriger, meist nur wenig über 200V. Laut Datenblatt kann die PCL86 bei 200V mit bis zu 46mA Anodenstrom und 7,6mA Schirmgitterstrom betrieben werden, das ergibt nahezu die gleiche Verlustleistung. Aber ich habe mal in den Unterlagen einiger Fernseher der 60er Jahre nachgesehen, dort läuft sie mit weniger Strom. Bei Fernsehern kam es wohl nicht so sehr auf die volle Ausgangsleustung an, der oft kleine Lautsprecher wäre dann auch schnell überfordert. Mit 1-2W weniger Verlustleistung hält die Röhre offensichtlich deutlich länger. In Radios könnte man den Kathodenwiderstand etwas vergrößern, um dasselbe zu erreichen.

Lutz