Hallo zusammen,
ich suche jemanden, der den Schallplattenspieler in meiner Kuba Musiktruhe reparieren kann.
Der Plattenteller dreht sich nicht mehr. Alles Andere scheint intakt zu sein...
Kann mir hier evtl. einer von euch helfen, bzw. kennt ihr jemanden?
Liebe Grüße
Markus
Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
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statz77
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andreas1962
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Re: Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
Moin,
Musiktruhen mit der Typenbezeichnung Lugano wurden von Kuba/Imperial von 1954 bis 1967 angeboten. Jetzt wäre eine genaue Typenbezeichnung oder ein Bild der Vorderseite und der Rückseite der Musiktruhe (mit Typenschild oder Typen-Aufdruck) hilfreich.
Viele Grüße
andreas
Musiktruhen mit der Typenbezeichnung Lugano wurden von Kuba/Imperial von 1954 bis 1967 angeboten. Jetzt wäre eine genaue Typenbezeichnung oder ein Bild der Vorderseite und der Rückseite der Musiktruhe (mit Typenschild oder Typen-Aufdruck) hilfreich.
Viele Grüße
andreas
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statz77
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Re: Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
Moin Andreas,
natürlich - hätte ich auch direkt dran denken können.
Hier kommen die Fotos...
LG
Markus
natürlich - hätte ich auch direkt dran denken können.
Hier kommen die Fotos...
LG
Markus
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andreas1962
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Re: Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
Moin Markus,
Da ist ein Philips Plattenwechsler SW88 drin. Mit Keramik-System. Weiteres später.
Viele Grüße
andreas
Da ist ein Philips Plattenwechsler SW88 drin. Mit Keramik-System. Weiteres später.
Viele Grüße
andreas
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andreas1962
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Re: Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
Moin Markus,
weiter geht´s. Der Philips Plattenwechsler SW88 wurde nur für Kuba/Imperial gelabelt. Der Philips Wechsler 22GC045 sollte meines Erachtens baugleich sein. Zu diesem Wechsler finden sich bei Elektrotanya die Unterlagen, auch der Motor-Anschlußplan.
Hier der Link zu dem Wechsler 22GC045:
https://elektrotanya.com/philips_22gc04 ... nload.html
Hier der Link zu dem Radiochassis Kuba/Imperial 664:
https://elektrotanya.com/imperial_rf-ch ... nload.html
Wenn Du ein Multimeter hast und damit umgehen kannst, sollte sich die Fehlerursache bei dem Plattenspieler-Chassis schnell finden lassen.
Falls Du Dir das nicht zutraust, kannst Du das Plattenspieler-Chassis ausbauen, damit wahlweise ein Reparatur-Cafe aufsuchen oder mir das Chassis zur Reparatur zuschicken.
Viele Grüße
andreas
weiter geht´s. Der Philips Plattenwechsler SW88 wurde nur für Kuba/Imperial gelabelt. Der Philips Wechsler 22GC045 sollte meines Erachtens baugleich sein. Zu diesem Wechsler finden sich bei Elektrotanya die Unterlagen, auch der Motor-Anschlußplan.
Hier der Link zu dem Wechsler 22GC045:
https://elektrotanya.com/philips_22gc04 ... nload.html
Hier der Link zu dem Radiochassis Kuba/Imperial 664:
https://elektrotanya.com/imperial_rf-ch ... nload.html
Wenn Du ein Multimeter hast und damit umgehen kannst, sollte sich die Fehlerursache bei dem Plattenspieler-Chassis schnell finden lassen.
Falls Du Dir das nicht zutraust, kannst Du das Plattenspieler-Chassis ausbauen, damit wahlweise ein Reparatur-Cafe aufsuchen oder mir das Chassis zur Reparatur zuschicken.
Viele Grüße
andreas
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statz77
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Re: Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
Hey Andreas,
das klingt wunderbar. Offen gestanden: Ich habe technisch / handwerklich betrachtet überhaupt keine Ahnung und keine Fertigkeiten, um mich an den Motor des Geräts ran zu trauen. Wäre auch einfach zu schade, wenn ich es durch planloses Rumstümpern beschädigen würde.
Das Gerät auszubauen traue ich mir aber zu.
Es wäre absolut fantastisch, wenn ich das Gerät zu dir schicken / bringen dürfte.
Sollen wir Detail hierzu per Privat-Nachricht oder per Mail klären?
Liebe Grüße
Markus
das klingt wunderbar. Offen gestanden: Ich habe technisch / handwerklich betrachtet überhaupt keine Ahnung und keine Fertigkeiten, um mich an den Motor des Geräts ran zu trauen. Wäre auch einfach zu schade, wenn ich es durch planloses Rumstümpern beschädigen würde.
Das Gerät auszubauen traue ich mir aber zu.
Es wäre absolut fantastisch, wenn ich das Gerät zu dir schicken / bringen dürfte.
Sollen wir Detail hierzu per Privat-Nachricht oder per Mail klären?
Liebe Grüße
Markus
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andreas1962
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Re: Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
Moin Markus,
meine Adresse für den Versand kann ich Dir per PN angeben. Das Reparatur-Ergebnis kann ich später hier in diesem Thread mitteilen.
Viele Grüße
andreas
meine Adresse für den Versand kann ich Dir per PN angeben. Das Reparatur-Ergebnis kann ich später hier in diesem Thread mitteilen.
Viele Grüße
andreas
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-CO-Windler
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Re: Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
Wenn der Teller nicht dreht aber der Motor läuft (leise surrt) ist oft das Gummirad (Friktionsantrieb) hart geworden. Kontakt zu Metall und inb. Öl greifen das Gummi an. Das Rad rausnehmen und in ein Glas kochendes Wasser legen (ca. 20 Minuten bis es kalt ist) kann temporär helfen. Auch den Gummirand des ausgebauten Rads mit Essigessenz (10min in Papiertaschentuch) behandeln kann es weicher machen (Wichtig: hinterher mit Spülmittel gut abspülen). Als Notmaßnahme kann man auch einen Gummiring aus einem Luftballon oder Latexhandschuhfinger ausschneiden und wie einen Reifen drüber ziehen, doch der hält nicht lange und muss oft ersetzt werden.
MÖGE DIE SOFTWARE MIT EUCH SEIN!
CYBERYOGI Christian Oliver(=CO=) Windler
(Lehrmeister der LOGOLOGIE - der ersten Religion des Cyberzeitalters!)
{http://Weltenschule.de }
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andreas1962
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Re: Reparatur Kuba Musiktruhe (Modell Lugano) im Raum Köln
Moin,
der von Markus zugeschickte Plattenwechsler entpuppte sich als Perpetuum-Ebner PE66. Meine Erfahrung mit Plattenspieler/Plattenwechsler aus den 50er/60er und teilweise aus den 70er Jahren: das Fett in der Mechanik dieser Geräte ist verhärtet. Gerade in den nicht sichtbaren Teilen der Mechanik. Ich zerlege die Mechanik dieser Geräte komplett. Von jedem Schritt des Zerlegens werden Fotos erstellt. Das zugehörige Service-Manual wird vorab herausgesucht.
So auch hier. Doch für den PE66 fand ich nur ein niederländisches Service-Manual. Von einer bekannten Plattform in den USA hätte ich ein englisches Service-Manual herunterladen können. Da ich zur Bezahlung keine Kreditkarte angeben konnte, hatte sich diese Möglichkeit erledigt.
Ich reinigte erst einmal die Metallteile der zerlegten Mechanik in einer Schale mit Waschbenzin per Pinsel. Die übriggebliebene Brühe goß ich in ein leeres Marmeladenglas und verschloss es. Der Schmutz/die Fettreste können sich jetzt am Boden absetzen.
Der Motor wurde nicht zerlegt aber dafür wurden die Motorlager mit einigen Tropfen Sinteröl versorgt. Das Gummizwischenrad und die Motorstufenwelle waren mit ausgehärteten Sekundenkleber benetzt worden. Dieser musste jetzt wieder runter. Mit einem scharfen Cuttermesser schabte ich vorsichtig die gröbsten Kleberreste ab. Danach wurden das Zwischenrad und die Motorstufenwelle vorsichtig auf der Drehbank mit Kunststoff-Wolle von den Resten befreit und leicht angerauht.
Die mit Liqui-Moli „Schmierfix“ eingeriebenen Teile der Mechanik wurden nach den vorab aufgenommenen Fotos und der Explosions-Darstellungen im Service-Manual wieder zusammengesetzt. Der erste Probelauf wurde durchgeführt. Eine Langspiel-Platte wurde auf die Wechslerachse gesteckt und der Druckarm eingeschwenkt. Nach dem Start Leistungsaufnahme des Motors 8,3W an 230V Netzspannung. Die Platte wurde wie in der BDA beschrieben abgespielt. Der Tonarm wurde nach dem Durchlaufen der Auslaufrille der LP angehoben, nach rechts geführt aber nicht abgelegt. Er fuhr wieder Richtung Plattenmitte, wurde auf das Label abgesenkt, wieder angehoben und wieder nach rechts geführt. Nur das Wegschalten der Netzspannung unterbrach diesen Prozess.
Ich wollte nicht aufs Geradewohl an der Mechanik herumstellen. Da ich kein deutsches oder englisches Service-Manual fand, wagte ich mich an die Übersetzung des niederländischen Manuals. Ich tippte den niederländischen Text des Manuals in eine Word-Datei und gab es dann per „Copy and Paste“ abschnittsweise in ein Übersetzungsprogramm ein. Die Übersetzung kopierte ich in eine neue Datei. Am Ende erhielt ich 5x beschriebene DIN-A4 Seiten. Einige Stellen wurden korrigiert, bedingt durch Fehldeutungen des Übersetzers.
Jetzt hatte ich sogar ein Kapitel Reparaturhinweise (heute: Troubleshooting). Mit den nun gewonnenen Informationen prüfte und korrigierte ich die Position der Kupplungsscheiben/Kupplungsglocken für den Tonarm-Antrieb.
Die Haltewinkel im Chassis für die Fixierung in der Zarge waren durch das Herausziehen ohne vorheriges Lösen der Schrauben verbogen worden. Ich nahm die Haltewinkel heraus, richtete sie und setzte sie wieder ein, jetzt ganz eingeschoben. Nach dem Einlassen in die Zarge sind die Schrauben leicht zu lösen, die Winkel unter die Zarge zu schieben und die Schrauben wieder anzuziehen.
Damit hatte ich nun gewonnen. Der Wechsler spielt wie er soll. Da die Bedienung/der Ablauf für nicht PE-Gerätebesitzer ungewohnt ist, habe ich ein Youtube-Video erstellt und den Link hier angefügt.
Foto 01: Anlieferzustand
Foto 02: Motorstufenwelle mit Kleber
Foto 03: Gummizwischenrad mit Kleber
Foto 04: Wechslermechanik zerlegt und gereinigt
Foto 05: Plattenteller-Antriebsmechanik zerlegt und gereinigt
Video: https://www.youtube.com/watch?v=8vcJ_x29sjw
Viele Grüße
andreas
der von Markus zugeschickte Plattenwechsler entpuppte sich als Perpetuum-Ebner PE66. Meine Erfahrung mit Plattenspieler/Plattenwechsler aus den 50er/60er und teilweise aus den 70er Jahren: das Fett in der Mechanik dieser Geräte ist verhärtet. Gerade in den nicht sichtbaren Teilen der Mechanik. Ich zerlege die Mechanik dieser Geräte komplett. Von jedem Schritt des Zerlegens werden Fotos erstellt. Das zugehörige Service-Manual wird vorab herausgesucht.
So auch hier. Doch für den PE66 fand ich nur ein niederländisches Service-Manual. Von einer bekannten Plattform in den USA hätte ich ein englisches Service-Manual herunterladen können. Da ich zur Bezahlung keine Kreditkarte angeben konnte, hatte sich diese Möglichkeit erledigt.
Ich reinigte erst einmal die Metallteile der zerlegten Mechanik in einer Schale mit Waschbenzin per Pinsel. Die übriggebliebene Brühe goß ich in ein leeres Marmeladenglas und verschloss es. Der Schmutz/die Fettreste können sich jetzt am Boden absetzen.
Der Motor wurde nicht zerlegt aber dafür wurden die Motorlager mit einigen Tropfen Sinteröl versorgt. Das Gummizwischenrad und die Motorstufenwelle waren mit ausgehärteten Sekundenkleber benetzt worden. Dieser musste jetzt wieder runter. Mit einem scharfen Cuttermesser schabte ich vorsichtig die gröbsten Kleberreste ab. Danach wurden das Zwischenrad und die Motorstufenwelle vorsichtig auf der Drehbank mit Kunststoff-Wolle von den Resten befreit und leicht angerauht.
Die mit Liqui-Moli „Schmierfix“ eingeriebenen Teile der Mechanik wurden nach den vorab aufgenommenen Fotos und der Explosions-Darstellungen im Service-Manual wieder zusammengesetzt. Der erste Probelauf wurde durchgeführt. Eine Langspiel-Platte wurde auf die Wechslerachse gesteckt und der Druckarm eingeschwenkt. Nach dem Start Leistungsaufnahme des Motors 8,3W an 230V Netzspannung. Die Platte wurde wie in der BDA beschrieben abgespielt. Der Tonarm wurde nach dem Durchlaufen der Auslaufrille der LP angehoben, nach rechts geführt aber nicht abgelegt. Er fuhr wieder Richtung Plattenmitte, wurde auf das Label abgesenkt, wieder angehoben und wieder nach rechts geführt. Nur das Wegschalten der Netzspannung unterbrach diesen Prozess.
Ich wollte nicht aufs Geradewohl an der Mechanik herumstellen. Da ich kein deutsches oder englisches Service-Manual fand, wagte ich mich an die Übersetzung des niederländischen Manuals. Ich tippte den niederländischen Text des Manuals in eine Word-Datei und gab es dann per „Copy and Paste“ abschnittsweise in ein Übersetzungsprogramm ein. Die Übersetzung kopierte ich in eine neue Datei. Am Ende erhielt ich 5x beschriebene DIN-A4 Seiten. Einige Stellen wurden korrigiert, bedingt durch Fehldeutungen des Übersetzers.
Jetzt hatte ich sogar ein Kapitel Reparaturhinweise (heute: Troubleshooting). Mit den nun gewonnenen Informationen prüfte und korrigierte ich die Position der Kupplungsscheiben/Kupplungsglocken für den Tonarm-Antrieb.
Die Haltewinkel im Chassis für die Fixierung in der Zarge waren durch das Herausziehen ohne vorheriges Lösen der Schrauben verbogen worden. Ich nahm die Haltewinkel heraus, richtete sie und setzte sie wieder ein, jetzt ganz eingeschoben. Nach dem Einlassen in die Zarge sind die Schrauben leicht zu lösen, die Winkel unter die Zarge zu schieben und die Schrauben wieder anzuziehen.
Damit hatte ich nun gewonnen. Der Wechsler spielt wie er soll. Da die Bedienung/der Ablauf für nicht PE-Gerätebesitzer ungewohnt ist, habe ich ein Youtube-Video erstellt und den Link hier angefügt.
Foto 01: Anlieferzustand
Foto 02: Motorstufenwelle mit Kleber
Foto 03: Gummizwischenrad mit Kleber
Foto 04: Wechslermechanik zerlegt und gereinigt
Foto 05: Plattenteller-Antriebsmechanik zerlegt und gereinigt
Video: https://www.youtube.com/watch?v=8vcJ_x29sjw
Viele Grüße
andreas
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.