Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien

Fragen, Berichte und Tipps zu Reparatur und Technik.

Für Einsteiger: Erste Inbetriebnahme eines Röhrenradios
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röhrenradiofreak
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien

Beitrag von röhrenradiofreak »

Ein Autoradio Blaupunkt Essen von 1969-71
https://www.radiomuseum.org/r/blaupunkt_essen.html
spielte extrem leise, es war kaum etwas zu hören.

Die Empfindlichkeit auf UKW war in Ordnung. Mit dem Oszi stellte ich fest, dass aus dem Ratiobaustein fast kein NF-Signal kam.

Kräftiges Drücken auf die Platine im Bereich des Ratiobausteins ergab einmal ganz kurz normale Lautstärke. Ich verdächtigte die berüchtigten Durchkontaktierungen, die bei diesem Radio auf einem eingelöteten kurzen Draht oder Röhrchen bestehen. Daran lag es aber dieses Mal nicht. Weil ich rund um den Ratiobaustein keine Fehler fand, lötete ich diesen aus. Die wesentlichen Bauteile darin waren messtechnisch in Ordnung. Also lötete ich die Platine darin komplett nach. Nach Wiedereinlöten des Ratiobausteins und einem Nachgleich spielte das Radio auf UKW normal.

Dabei ist mir ein Fehler im Schaltplan aufgefallen: der NF-Ausgang des Ratiobausteins ist laut Schaltplan mit Masse verbunden. So könnte das Radio natürlich nicht spielen.

Auf den AM-Bereichen setzte der Empfang bei jeder Bewegung des Radios aus.

Ursache dafür war eine viel zu lange Schraube, die jemand in die rückseitige 6mm-Gewindebuchse gedreht hatte. Sie ragte ungefähr 25 mm ins Radio und hatte auf der Platine eine Spule abgerissen und mehrere andere Bauteile zur Seite gequetscht. Zum Glück war keines der gefolterten Teile defekt, ich musste sie nur richten und die Spule wieder auf der Platine festkleben.

Lutz
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berndw
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien

Beitrag von berndw »

röhrenradiofreak hat geschrieben: Fr Mär 13, 2026 17:05 Ursache dafür war eine viel zu lange Schraube, die jemand in die rückseitige 6mm-Gewindebuchse gedreht hatte. Sie ragte ungefähr 25 mm ins Radio und hatte auf der Platine eine Spule abgerissen und mehrere andere Bauteile zur Seite gequetscht. Zum Glück war keines der gefolterten Teile defekt, ich musste sie nur richten und die Spule wieder auf der Platine festkleben.
Moin Lutz,
vielen Dank für Deine immer sehr gut dokumentierten "Berichte aus der Praxis" :danke:
Solche "unbeabsichtigte" Eingriffe in die Elektronik von Grobmotorikern sind mir auch schon untergekommen, nur gut das kein irreparabler Schaden entstanden ist.
Weiterhin viel Erfolg :super:

Ciao Bernd
Schöne Grüße, Bernd
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röhrenradiofreak
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien

Beitrag von röhrenradiofreak »

Gestern fiel mir auf, dass unser Mähroboter nicht arbeitet. Die Ladestation signalisierte eine Schleifenunterbrechung.

Heute habe ich mir die Sache vorgenommen. Neben einem Blumenbeet war die Isolierung des Schleifenkabels auf einer Länge von 1 1/2 m beschädigt und der Leiter vergammelt. Das ist wohl bei Gartenarbeiten passiert. Durch die grüne Isolierung fällt das Schleifenkabel kaum auf, wenn es oberirdisch verlegt ist. Schön für die Optik, aber dadurch steigt das Risiko, es zu beschädigen.

Also verlegte ich ein Stück neues Kabel und wollte die Enden verlöten, denn Steck- oder Quetschverbindern, die der Witterung ausgesetzt sind, traue ich nicht. Aber der Lötkolben wurde nicht warm?! Das Verlängerungskabel, das am Vormittag noch benutzt worden war, hatte eine Unterbrechung am Stecker.

Also neuen Stecker montiert und dann das Schleifenkabel fertig repariert. Nach 1 1/2 Stunden in der prallen Sonne bei schwülen 29° funktionierte alles wieder.

Nachdem ich die Werkzeuge wieder weggeräumt hatte, setzte ich mich einem Moment auf die Terrasse und schaute zu, wie der Mähroboter seine Tour begann. Nach 5 m stoppte er plötzlich, und die Ladestation signalisierte schon wieder eine Schleifenunterbrechung! An der frischen Reparaturstelle lag es nicht.

Einmal am Tag durchgebraten reicht. Um die neue Uterbrechung werde ich mich morgen kümmern.

Lutz