Liebe Forumsmitglieder,
ich habe eine Tonfunk Violetta W285KL geerbt. Nach Auskunft des Vorbesitzers wäre sie noch funktionstüchtig, was sich auch (mit Vorschaltlampe!) bestätigte. Natürlich ist sie aber nicht perfekt. Die Kontakte des Tastensatzes schalten nicht zuverlässig. Das magische Auge ist längst tot. Die Taste für UKW fehlt, einer der Elektrostaten ist vermutlich taub…
AlfredG hat ja offensichtlich das gleiche Gerät und auch schon mal demontiert. Ist das was Besonderes zu beachten? Das Klangregister muss vermutlich abgelötet werden oder lässt sich das anders aus der Schallwand entfernen.
Statt der EM80 habe ich mich für die russische 6Е1П entschieden. Der Fächer kann zwar wohl kuriose Formen annehmen, aber die bläulichen Anzeigen halten länger als grün. Ist dort genügend Platz für den etwas größeren Durchmesser?
Verwendet Ihr Kontaktspray für die Tasten? Davor wird ja oft gewarnt, dass das nur eine Kurzzeitlösung ist.
Das Gerät hat noch alle Altkondensatoren, klingt aber sehr sauber. Werde die Gitterspannungen mal prüfen.
Kurzum, wisst Ihr noch von irgendwelchen Besonderheiten, die es zu beachten gibt?
Vielen Dank
Beste Grüße
Matthias
Tonfunk Violetta 285 zerlegen
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810kHz
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fritz52
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Re: Tonfunk Violetta 285 zerlegen
Hallo Matthias,
willkommen im Forum.
Für Potis und Wellenschalter ist u.a. Teslanol Oszillin bestens geeignet, denn es wirkt nachhaltig, verdunstet schnell und bildet keine Rückstände.
Wichtig dabei, die besprühten kontakte sind während des Besprühens fleißig zu bewegen.
Bedenke bitte, das Röhrenradios bis in die 60 er hinein noch fleißig mit Papierwickel Kondensatoren bestückt worden sind. Diese sind idR nun nach der Zeit durchweg Gleichspannung durchlässig und überlasten dadurch nicht nur die Röhren sondern auch die vorgeschalteten Widerstände und Transfos.
willkommen im Forum.
Für Potis und Wellenschalter ist u.a. Teslanol Oszillin bestens geeignet, denn es wirkt nachhaltig, verdunstet schnell und bildet keine Rückstände.
Wichtig dabei, die besprühten kontakte sind während des Besprühens fleißig zu bewegen.
Bedenke bitte, das Röhrenradios bis in die 60 er hinein noch fleißig mit Papierwickel Kondensatoren bestückt worden sind. Diese sind idR nun nach der Zeit durchweg Gleichspannung durchlässig und überlasten dadurch nicht nur die Röhren sondern auch die vorgeschalteten Widerstände und Transfos.
M. f. G.
fritz
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen
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röhrenradiofreak
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Re: Tonfunk Violetta 285 zerlegen
Normalerweise kann man die Klangregister-Tastatur von der Schallwand abschrauben. Das macht ja auch Sinn, sonst wäre am ausgebauten Chassis kein Funktionstest möglich.
Wenn ein elektrostatischer Hochtöner nicht funktioniert, ist die Ursache meist ein Kontaktproblem am Anschluss zur Membranfolie. Wenn man den Lautsprecher zerlegen kann, ist das meist leicht zu beheben. Oft genügt schon eine vorsichtige Reinigung der Kontaktfläche. Manchmal ist der Schaumstoff zerbröselt. Beim Ersetzen darauf achten, dass die Membranfolie noch schwingen kann, sie darf also nicht fest an das Gitter angedrückt werden.
Lutz
Wenn ein elektrostatischer Hochtöner nicht funktioniert, ist die Ursache meist ein Kontaktproblem am Anschluss zur Membranfolie. Wenn man den Lautsprecher zerlegen kann, ist das meist leicht zu beheben. Oft genügt schon eine vorsichtige Reinigung der Kontaktfläche. Manchmal ist der Schaumstoff zerbröselt. Beim Ersetzen darauf achten, dass die Membranfolie noch schwingen kann, sie darf also nicht fest an das Gitter angedrückt werden.
Lutz
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810kHz
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Re: Tonfunk Violetta 285 zerlegen
Vielen Dank schon mal Euch Beiden. Das Spray werde ich mir dann besorgen. Ja, da sind noch so einige Papierkondensatoren drin. Das die kaum noch spannungsfest sein werden ist klar. Hatte aber gedacht, dass dann die Arbeitspunkte sich so weit verschieben, dass es auch nicht mehr so perfekt klingt. Mit den elektrostatischen Hochtönern hatte ich noch keine Erfahrung. Da muss ich mich ran tasten.
Gruß
Matthias
Gruß
Matthias
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röhrenradiofreak
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Re: Tonfunk Violetta 285 zerlegen
Papierkondensatoren mit schlechter Isolation beeinträchtigen nicht nur den Klang, sondern bewirken verschiedenste Funktionsstörungen. Am kritischsten sind folgende:
1. Der Koppelkondensator (10nF oder 25nF) zwischen der Anode der NF-Vorstufe (EABC80) und dem Steuergitter der Endstufe (EL84). Sein Defekt lässt den Anodenstrom der EL84 ansteigen. Das führt zur Überlastung der EL84, des Netzteils und des Ausgangsübertragers.
2. Die Entstörkondensatoren (2 x 10nF) an der Anodenspannungswicklung des Netztrafos. Sie sind nicht in jedem Radio vorhanden, in diesem aber schon. Ihr Defekt führt zur Überlastung des Netztrafos, sie haben deshalb den Spitznamen Trafokiller.
Das Gemeine dabei ist, dass man das mitunter nicht merkt, bevor ernste Folgeschäden auftreten.
Lutz
1. Der Koppelkondensator (10nF oder 25nF) zwischen der Anode der NF-Vorstufe (EABC80) und dem Steuergitter der Endstufe (EL84). Sein Defekt lässt den Anodenstrom der EL84 ansteigen. Das führt zur Überlastung der EL84, des Netzteils und des Ausgangsübertragers.
2. Die Entstörkondensatoren (2 x 10nF) an der Anodenspannungswicklung des Netztrafos. Sie sind nicht in jedem Radio vorhanden, in diesem aber schon. Ihr Defekt führt zur Überlastung des Netztrafos, sie haben deshalb den Spitznamen Trafokiller.
Das Gemeine dabei ist, dass man das mitunter nicht merkt, bevor ernste Folgeschäden auftreten.
Lutz
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hf500
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Re: Tonfunk Violetta 285 zerlegen
Moin,
"Das Gemeine dabei ist, dass man das mitunter nicht merkt, bevor ernste Folgeschäden auftreten."
Das liegt an der Bemessung der Netzsicherung. Sie ist so bemessen, dass sie wiederholt den erhoehten Einschaltstrom mit kaltem Heizkreis uebersteht. Die Heizfaeden sind wie Gluehlampen Kaltleiter und ziehen kalt fuer einen Moment einen erheblich groesseren Strom als im Betrieb.
Dazu kommt, dass eine z.B. 500mA-Sicherung nicht bei 510mA durchbrennt, sondern fuer eine gewisse Zeit einen wesentlich hoeheren Strom aushaelt. Nach meinem klapprigen Gedaechtnis das 1,5-fache des Nennstromes fuer eine Stunde.
Das Ergebnis: Der Netztrafo kann in die Gefahr geraten, fuer einen langen Zeitraum leicht ueberlastet zu werden. Die Trafos der meisten Geraete sind aus Gruenden der Wirtschaftlichkeit nicht mit nennenswerten Reserven ausgestattet. Sie sind so ausgelegt, dass sie bei maximal zulaessiger Umgebungstemoeratur und einer Netzspannung an der oberen Toleranzgrenze noch "ueberleben".
Eine auch nur maessige Ueberlastung des Trafos fuehrt daher zu unzulaessigen Temperaturen, der Trafo wird beschaedigt.
Das macht die genannten Kondensatoren im Fehlerfall so gefaehrlich. Bei dem Koppelkondensator der Endroehre kommt mit hinzu, dass hier die Endroehre und der Ausgangsuebertrager durch ueberhoehten Anodenstrom der Roehre ueberlastet werden.
Die genannten Kondensatoren muessen also in Ordnung sein. Bei den Entstoerkondensatoren empfiehlt sich der Zuverlaessigkeit wegen die Verwendung gepruefter Entstoerkondensatoren der Klassen X oder Y, gebraeuchlich fuer den Anwendungsfal X2, Y2. Diese Kondensatoren muessen besonderen Anforderungen genuegen und im Fehlerfall ein definiertes Verhalten zeigen. Auf der Netzspannungsseite sind sie Pflicht.
Ihr Nutzen ist heutzutage aber begrenzt, nur wieder einbauen, wenn es ohne sie nicht geht.
73
Peter
"Das Gemeine dabei ist, dass man das mitunter nicht merkt, bevor ernste Folgeschäden auftreten."
Das liegt an der Bemessung der Netzsicherung. Sie ist so bemessen, dass sie wiederholt den erhoehten Einschaltstrom mit kaltem Heizkreis uebersteht. Die Heizfaeden sind wie Gluehlampen Kaltleiter und ziehen kalt fuer einen Moment einen erheblich groesseren Strom als im Betrieb.
Dazu kommt, dass eine z.B. 500mA-Sicherung nicht bei 510mA durchbrennt, sondern fuer eine gewisse Zeit einen wesentlich hoeheren Strom aushaelt. Nach meinem klapprigen Gedaechtnis das 1,5-fache des Nennstromes fuer eine Stunde.
Das Ergebnis: Der Netztrafo kann in die Gefahr geraten, fuer einen langen Zeitraum leicht ueberlastet zu werden. Die Trafos der meisten Geraete sind aus Gruenden der Wirtschaftlichkeit nicht mit nennenswerten Reserven ausgestattet. Sie sind so ausgelegt, dass sie bei maximal zulaessiger Umgebungstemoeratur und einer Netzspannung an der oberen Toleranzgrenze noch "ueberleben".
Eine auch nur maessige Ueberlastung des Trafos fuehrt daher zu unzulaessigen Temperaturen, der Trafo wird beschaedigt.
Das macht die genannten Kondensatoren im Fehlerfall so gefaehrlich. Bei dem Koppelkondensator der Endroehre kommt mit hinzu, dass hier die Endroehre und der Ausgangsuebertrager durch ueberhoehten Anodenstrom der Roehre ueberlastet werden.
Die genannten Kondensatoren muessen also in Ordnung sein. Bei den Entstoerkondensatoren empfiehlt sich der Zuverlaessigkeit wegen die Verwendung gepruefter Entstoerkondensatoren der Klassen X oder Y, gebraeuchlich fuer den Anwendungsfal X2, Y2. Diese Kondensatoren muessen besonderen Anforderungen genuegen und im Fehlerfall ein definiertes Verhalten zeigen. Auf der Netzspannungsseite sind sie Pflicht.
Ihr Nutzen ist heutzutage aber begrenzt, nur wieder einbauen, wenn es ohne sie nicht geht.
73
Peter
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810kHz
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Re: Tonfunk Violetta 285 zerlegen
Hallo zusammen,
vielen Dank noch mal für Eure ausführlichen Antworten. Das die alten Kondensatoren grundsätzlich problematisch sind ist allgemein bekannt. Ein positives Gitter erhöht den Anodenstrom und die Verlustleistung steigt. Damit verschiebt sich doch aber der Arbeitspunkt und ich dachte, es klingt dann auch unsauberer (etwas klirren). Ist also nicht so. Auch sollte ja kein (größerer) Strom über das Gitter fließen, da ja sie nicht als (weitere) Anode ausgelegt ist. Ich werde mal die Gitterspannung messen und so oder so die Kondensatoren wechseln. Auch die Entstörkondensatoren für die Anodenspannung fliegen dann erst mal raus.
Noch mal eine Frage zum Klangregister. Klar, dass beim Ablöten der NF-Weg unterbrochen ist. Auf der Rückseite sieht man auch die Befestigungsschrauben, aber ohne Muttern. Es ist ein Gewinde in das Blech geschnitten. Auf der Vorderseite sieht man aber nur glatte Köpfe ohne Schlitz, Kreuz oder sonst irgendwas zum Greifen. Nimmt man da besser die ganze Schallwand samt Frontlautsprecher ab?
Gruß und 73
(Darf ich das als Nicht-Funkamateur)
Matthias
vielen Dank noch mal für Eure ausführlichen Antworten. Das die alten Kondensatoren grundsätzlich problematisch sind ist allgemein bekannt. Ein positives Gitter erhöht den Anodenstrom und die Verlustleistung steigt. Damit verschiebt sich doch aber der Arbeitspunkt und ich dachte, es klingt dann auch unsauberer (etwas klirren). Ist also nicht so. Auch sollte ja kein (größerer) Strom über das Gitter fließen, da ja sie nicht als (weitere) Anode ausgelegt ist. Ich werde mal die Gitterspannung messen und so oder so die Kondensatoren wechseln. Auch die Entstörkondensatoren für die Anodenspannung fliegen dann erst mal raus.
Noch mal eine Frage zum Klangregister. Klar, dass beim Ablöten der NF-Weg unterbrochen ist. Auf der Rückseite sieht man auch die Befestigungsschrauben, aber ohne Muttern. Es ist ein Gewinde in das Blech geschnitten. Auf der Vorderseite sieht man aber nur glatte Köpfe ohne Schlitz, Kreuz oder sonst irgendwas zum Greifen. Nimmt man da besser die ganze Schallwand samt Frontlautsprecher ab?
Gruß und 73
(Darf ich das als Nicht-Funkamateur)
Matthias
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810kHz
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Re: Tonfunk Violetta 285 zerlegen
Hallo zusammen,
wollte Euch mal einen Zwischenbericht geben.
Der Ausbau des Chassis ging recht einfach. Alle Leitungen zu den Lautsprechern und dem Klangregister sind lang genug, dass man da nichts demontieren oder ablöten muss. Beim Abnehmen der Skala ist mir aber auch wie bei Alfred ein Gummi zerbröselt.
Der von Lutz und Peter beschriebene Entstörkondensator sieht äußerlich noch sehr gut aus. Das hat aber natürlich nichts zu sagen und wenn es für den Netztrafo dann mal zu spät ist, ist es zu spät und ehrlicher Weise hätte ich an den nicht gedacht.
An den Koppelkondensator von der EABC80 zur EL84 hatte ich gedacht. Das scheint aber ein Keramikröhrchen-Kondenator zu sein und die sind doch eigentlich sehr beständig. Ich habe die Gitterspannung noch nicht geprüft.
Eine Überraschung gab es beim magischen Auge. Nach Schaltplan wäre es eine EM80 gewesen. Sie war mit Isolierband abgeklebt und die Bezeichnung kaum lesbar. Die 6Е1П hat aber mehr als nur 1 mm mehr Durchmesser und ist auch länger. Dank der Befestigung mit einer Spannfeder passt sie dennoch mechanisch und der etwas verdrehte Sockel macht dann auch nichts. Sie zeigt aber nichts an. Man sieht nur die Heizung leuchten. Also Plan noch mal mit der Verkabelung geprüft und siehe da, die Belegung passt ja gar nicht. Also die alte vermeintliche EM80 vorsichtig gereinigt, dass man die Beschriftung doch noch erkennen kann und Überraschung: Es ist eine EM85. Die hat eine andere Sockelbelegung und so ist sie auch in meinem Gerät angeschlossen. Es sieht original und nicht nach Umbau aus. Welche Violetta habe ich denn nun? Die W305? Rückwand, Chassis und Skala sind bei mir mit Violetta W285KL beschriftet. Nach www.radiomuseum.org sieht die Violetta W305/3D genauso aus wie die W285. Die W305 hatte aber tatsächlich eine EM85.
Kennt Ihr solche Überraschungen?
Gruß und 73
Matthias
wollte Euch mal einen Zwischenbericht geben.
Der Ausbau des Chassis ging recht einfach. Alle Leitungen zu den Lautsprechern und dem Klangregister sind lang genug, dass man da nichts demontieren oder ablöten muss. Beim Abnehmen der Skala ist mir aber auch wie bei Alfred ein Gummi zerbröselt.
Der von Lutz und Peter beschriebene Entstörkondensator sieht äußerlich noch sehr gut aus. Das hat aber natürlich nichts zu sagen und wenn es für den Netztrafo dann mal zu spät ist, ist es zu spät und ehrlicher Weise hätte ich an den nicht gedacht.
An den Koppelkondensator von der EABC80 zur EL84 hatte ich gedacht. Das scheint aber ein Keramikröhrchen-Kondenator zu sein und die sind doch eigentlich sehr beständig. Ich habe die Gitterspannung noch nicht geprüft.
Eine Überraschung gab es beim magischen Auge. Nach Schaltplan wäre es eine EM80 gewesen. Sie war mit Isolierband abgeklebt und die Bezeichnung kaum lesbar. Die 6Е1П hat aber mehr als nur 1 mm mehr Durchmesser und ist auch länger. Dank der Befestigung mit einer Spannfeder passt sie dennoch mechanisch und der etwas verdrehte Sockel macht dann auch nichts. Sie zeigt aber nichts an. Man sieht nur die Heizung leuchten. Also Plan noch mal mit der Verkabelung geprüft und siehe da, die Belegung passt ja gar nicht. Also die alte vermeintliche EM80 vorsichtig gereinigt, dass man die Beschriftung doch noch erkennen kann und Überraschung: Es ist eine EM85. Die hat eine andere Sockelbelegung und so ist sie auch in meinem Gerät angeschlossen. Es sieht original und nicht nach Umbau aus. Welche Violetta habe ich denn nun? Die W305? Rückwand, Chassis und Skala sind bei mir mit Violetta W285KL beschriftet. Nach www.radiomuseum.org sieht die Violetta W305/3D genauso aus wie die W285. Die W305 hatte aber tatsächlich eine EM85.
Kennt Ihr solche Überraschungen?
Gruß und 73
Matthias