Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Fragen, Berichte und Tipps zu Reparatur und Technik für frühe Transistorgeräte bis in die 1970er Jahre.
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volvofan58
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von volvofan58 »

Moin Peter,
hast Du die Spannung am Emitter T302 schon mal geprüft? Schaue mal in die Abgleichanleitung, Sollwert 1,3V.

Beste Grüße
Peter
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Pitterchen
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von Pitterchen »

Hallo Peter,

Werde ich gleich machen, wenn ich am Radio bin.
Allerdings ist mir nicht ganz klar, gegen welchen Bezugspunkt da zu messen ist.
Viele Grüße

Peter
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Peter


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volvofan58
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von volvofan58 »

Moin Peter,

gegen Batterie -.

Beste Grüße
Peter
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Pitterchen
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von Pitterchen »

:danke:^
Dort liegen exakt 4,75V an.
Hab jetzt an R327 auf 1,30V eingestellt mit dem Erfolg, dass das Gerät schweigt.
Dann alles soweit nach Reihenfolge der Anleitung abgeglichen.

Abgleich Endstufe (T306 und T307), Mittelabgriff zu Tr. 101 an Lötöse 315 aufgetrennt (braune Leitung)
Abgleich mit R313 auf 6mA.

Abgleich ZF Stufe (T302) UKW Taste gedrückt ohne Eingangssignal, Spannungsmessung an T302 Emitter, 1,3V, aber kein Ton mehr.
Ab ca. 3,3V gibt es dann auch wieder Ton.
Das reinigen des R327 mit Kontakt- und Tunerspray brachte keine Veränderung im Verhalten.

Ladestrommessung der Stabizelle habe übersprungen.

Gesamtstrom ohne Eingangssignal, Batteriezuleitung auftrennen. (FM) Sollwert 18-23 mA, Istwert 21,9mA.

T303 und T302 sind beide AF126.
Das Gegensinnige tauschen der beiden änderte nichts.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge

Peter


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Bernhard W
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von Bernhard W »

Pitterchen hat geschrieben: Fr Aug 28, 2026 9:57 ... Allerdings ist mir nicht ganz klar, gegen welchen Bezugspunkt da zu messen ist...
Gute Frage, war mir auch nicht ganz klar.
Spannungen misst man immer zwischen zwei Punkten und Schaub-Lorenz hat nur einen angegeben.

1. Suche nach dem Bezugspotential:
Ich habe die Arbeitspunkte von zwei Transistoren im Empfangsteil grob nachgerechnet. Das geht nicht ganz genau, weil die Spannung über R318 (100 Ohm) nicht genau bekannt ist (müsste ca. 0,7 V sein), aber ausreichend genau:
-> Die Spannungen sind auf den Pluspol der Batterie (Verbindung 317) bezogen, d. h. die Spannungen sind alle negativ, das Minuszeichen fehlt bei den Angaben.

2. Suche nach dem Bezugspotential:
Nachgeschaut im Service-Heft: Konkret habe ich das Bezugspotential auch nicht gefunden, aber den Hinweis zur Einstellung des Emitterstroms von T302 mittels R327: "Ie = 0,6 mA".
Der Strom Ie fließt durch R305 (2,2 kOhm). -> Spannung über R305: U_R305 = 0,6 mA * 2,2 kOhm = 1,32 V.
Und R305 ist auf einer Seite mit dem Pluspol der Batterie verbunden.
-> Die Spannungen sind auf den Pluspol der Batterie (Verbindung 317) bezogen, d. h. die Spannungen sind alle negativ, das Minuszeichen fehlt bei den Angaben.

Hier hat Schaub-Lorenz nicht korrekt dokumentiert, was leicht zu Falschmessungen führt.

Bernhard
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von Bernhard W »

Pitterchen hat geschrieben: Fr Aug 28, 2026 14:06 ...Ladestrommessung der Stabizelle habe übersprungen...
Die Stabilyt-Zelle St.301 wird über R315 (820 Ohm) geladen. Warum man den kontrollieren soll, weiß ich nicht. Wenn die Spannung an der Zelle stimmt, ist das meiner Meinung nach ausreichend.

An R315 liegt die Spannung 6,0 V (Batterie) - 1,5 V (Stybilyt-Zelle) = 4,5 V.
-> Der Strom durch R315 beträgt I = U / R = 4,5 V / 820 Ohm = 5,5 mA

Der Entladestrom ist etwas mühsam auszurechnen, er hängt auch ab von der Stellung von R313.
-> grob abgeschätzt I = 2,7 mA

Der Ladestrom für die Stabylit-Zelle beträgt ungefähr 5,5 mA - 2,7 mA = 2,8 mA.
Das betrachte ich als Dimensionierung, die sehr hohe Toleranzen verträgt und nicht unbedingt geprüft werden muss.
(wie oben geschrieben: Spannungsmessung betrachte ich als ausreichend)

Die Stabilyt-Zelle (ähnlich die DEAC-Zelle) ist chemisch ein NiCd-Akku (Nennspannung: 1,2 V) mit sehr geringer Kapazität und hoher Überladefestigkeit. Bereits nach kurzer Zeit stellt sich die Ladeschluss-Spannung 1,5 V (bei 20 °C) ein.
"Stabilyt 12" bedeutet vermutlich: maximaler Dauerladestrom = 12 mA.

Bernhard
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volvofan58
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von volvofan58 »

Moin,

da hat Bernhard recht, das hätte mir auch auffallen müssen. Sorry für die Fehlinformation.

Beste Grüße
Peter
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paulchen
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von paulchen »

Am Anfang der Abgleichtabelle steht "+ Gerätebatterie liegt am Chassis".
Was sie in der Tat nicht geschrieben haben - "alle Spannungen gegen Masse gemessen". Haben sie aber auch bei keinem Weekend-Plan der mir vorliegt (T30-80) gemacht

Aus der Praxis...
Schaut man dann in den Plan und sieht die Kollektorspannung T306+307 bei 6V liegen - bei 6V Versorgungsspannung - braucht man sich hier, da kein nennenswerter Spannungsverlust angegeben ist, nur den Plan genauer anschauen. Die Kollektoren liegen fast am -Ub, um da auf 6V zu kommen sucht man sich den Gegenpol, der diese 6V realisieren kann. Wo landet man? Am +Pol der Batterie.

Von daher volle Zustimmung für Bernhard W

paulchen
Bernhard W
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von Bernhard W »

paulchen hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 6:19 Am Anfang der Abgleichtabelle steht "+ Gerätebatterie liegt am Chassis".
Das habe ich auch gesehen.
Das steht aber auch im Widerspruch zum Schaltplan: Dort ist Masse über R318 (100 Ω, im Plan unterhalb des Ausgangsübertragers) mit dem Minuspol der Batterie verbunden.
Das ist ziemlich verwirrend.

Dabei bildet R318 (100 Ω) mit C330 (200 µF) nur einen RC-Tiefpass für die (negative, brummfreie) Versorgungsspannung der HF- und NF-Kleinsignal-Verstärkerteile. Viel umständlicher oder verwirrender könnte ich das nicht darstellen.

Alle Ströme zusammengezählt (eher geschätzt), fließt durch R318 um 5 mA, an R318 müsste daher ungefähr 5 mA * 100 Ω = 0,5 V anstehen.

Aus Sicht der Schaltungsentwicklung ist die Schaltung tatsächlich so aufgebaut, dass der Pluspol (Verbindung 317) als gemeinsames Bezugspotential verwendet wird.

Bernhard
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von fritz52 »

Das hier, wie bei Schaltungen mit Germaniumtransistoren üblich, der + Pol der Bezugspunkt aller Messungen ist, ist auch an der abgebildete Spannungshöhe von 6V an den Kollektoren der Endstufentransistoren zu sehen. Wobei, wie bereits beschrieben, ein -6 V stehen müsste
M. f. G.
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von Bernhard W »

Die Schaltung zur Spannungsversorgung habe ich mal umgezeichnet, damit ich sie besser verstehe.

Nebenbei: Der Pluspol der Gerätebatterie ist als Bezug auch nicht gut geeignet: Da sind im eingeschalteten Zustand zwei Schalter dazwischen, deren (unbekannte) Kontaktwiderstände die Messwerte verfälschen können.

Bernhard
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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von Pitterchen »

Wow und danke.

Jede Menge Inputs.
Nur wie könnte ich nun weiterkommen anhand meiner Messwerte amT302?

Wieso schaltet der Sound ab,sobald ich am Emitter die 1,3V einjustiere?
Viele Grüße aus dem Siebengebirge

Peter


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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von fritz52 »

Peter, wie Bernhard W es schon schrieb, ist der richtige Bezugspunkt der + Pol der Batterie.
D.h. erneut und mit diesem neuen Bezugspunkt messen und schon wird der neue/alte Spannungswert mit 1,3 V wieder stimmen.
M. f. G.
fritz


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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von Pitterchen »

Bernhard W hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 9:17 Die Schaltung zur Spannungsversorgung habe ich mal umgezeichnet, damit ich sie besser verstehe.

Nebenbei: Der Pluspol der Gerätebatterie ist als Bezug auch nicht gut geeignet: Da sind im eingeschalteten Zustand zwei Schalter dazwischen, deren (unbekannte) Kontaktwiderstände die Messwerte verfälschen können.

Bernhard

Weekend_T_50_L_Automatik_Spannungsversorgung.png
Also doch nicht der Pluspol der Batterie (Spannungsversorgung)?

Jetzt habe ich aber dennoch gegen Plus Batteriespannung gemessen und auf erneut 1,3V eingestellt.
Die Schleiferposition am R327 ist eine komplett andere und das Gerät spielt nun wieder, aber immer noch nicht befriedigent.
Es ist immer noch kein klarer Ton zu hören.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge

Peter


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Re: Schaub Lorenz Weekend T 50 L

Beitrag von fritz52 »

Peter, die Kontaktwiderstände der beiden Schalter denke ich, werde vernachlässigbar sein, wenn das Radio spielt.
Die Ursache einer Tonverzerrung im Radio, sind idR Fehler in der NF Stufe Und die beginnt ja bekanntlich, immer ab dem Lautstärkeregler und dem T304 und denn nachfolgenden Transistoren und dessen Elkos.
M. f. G.
fritz


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