Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
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röhrenradiofreak
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Ein Autoradio Blaupunkt Essen von 1969-71
https://www.radiomuseum.org/r/blaupunkt_essen.html
spielte extrem leise, es war kaum etwas zu hören.
Die Empfindlichkeit auf UKW war in Ordnung. Mit dem Oszi stellte ich fest, dass aus dem Ratiobaustein fast kein NF-Signal kam.
Kräftiges Drücken auf die Platine im Bereich des Ratiobausteins ergab einmal ganz kurz normale Lautstärke. Ich verdächtigte die berüchtigten Durchkontaktierungen, die bei diesem Radio auf einem eingelöteten kurzen Draht oder Röhrchen bestehen. Daran lag es aber dieses Mal nicht. Weil ich rund um den Ratiobaustein keine Fehler fand, lötete ich diesen aus. Die wesentlichen Bauteile darin waren messtechnisch in Ordnung. Also lötete ich die Platine darin komplett nach. Nach Wiedereinlöten des Ratiobausteins und einem Nachgleich spielte das Radio auf UKW normal.
Dabei ist mir ein Fehler im Schaltplan aufgefallen: der NF-Ausgang des Ratiobausteins ist laut Schaltplan mit Masse verbunden. So könnte das Radio natürlich nicht spielen.
Auf den AM-Bereichen setzte der Empfang bei jeder Bewegung des Radios aus.
Ursache dafür war eine viel zu lange Schraube, die jemand in die rückseitige 6mm-Gewindebuchse gedreht hatte. Sie ragte ungefähr 25 mm ins Radio und hatte auf der Platine eine Spule abgerissen und mehrere andere Bauteile zur Seite gequetscht. Zum Glück war keines der gefolterten Teile defekt, ich musste sie nur richten und die Spule wieder auf der Platine festkleben.
Lutz
https://www.radiomuseum.org/r/blaupunkt_essen.html
spielte extrem leise, es war kaum etwas zu hören.
Die Empfindlichkeit auf UKW war in Ordnung. Mit dem Oszi stellte ich fest, dass aus dem Ratiobaustein fast kein NF-Signal kam.
Kräftiges Drücken auf die Platine im Bereich des Ratiobausteins ergab einmal ganz kurz normale Lautstärke. Ich verdächtigte die berüchtigten Durchkontaktierungen, die bei diesem Radio auf einem eingelöteten kurzen Draht oder Röhrchen bestehen. Daran lag es aber dieses Mal nicht. Weil ich rund um den Ratiobaustein keine Fehler fand, lötete ich diesen aus. Die wesentlichen Bauteile darin waren messtechnisch in Ordnung. Also lötete ich die Platine darin komplett nach. Nach Wiedereinlöten des Ratiobausteins und einem Nachgleich spielte das Radio auf UKW normal.
Dabei ist mir ein Fehler im Schaltplan aufgefallen: der NF-Ausgang des Ratiobausteins ist laut Schaltplan mit Masse verbunden. So könnte das Radio natürlich nicht spielen.
Auf den AM-Bereichen setzte der Empfang bei jeder Bewegung des Radios aus.
Ursache dafür war eine viel zu lange Schraube, die jemand in die rückseitige 6mm-Gewindebuchse gedreht hatte. Sie ragte ungefähr 25 mm ins Radio und hatte auf der Platine eine Spule abgerissen und mehrere andere Bauteile zur Seite gequetscht. Zum Glück war keines der gefolterten Teile defekt, ich musste sie nur richten und die Spule wieder auf der Platine festkleben.
Lutz
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berndw
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Moin Lutz,röhrenradiofreak hat geschrieben: Fr Mär 13, 2026 17:05 Ursache dafür war eine viel zu lange Schraube, die jemand in die rückseitige 6mm-Gewindebuchse gedreht hatte. Sie ragte ungefähr 25 mm ins Radio und hatte auf der Platine eine Spule abgerissen und mehrere andere Bauteile zur Seite gequetscht. Zum Glück war keines der gefolterten Teile defekt, ich musste sie nur richten und die Spule wieder auf der Platine festkleben.
vielen Dank für Deine immer sehr gut dokumentierten "Berichte aus der Praxis"
Solche "unbeabsichtigte" Eingriffe in die Elektronik von Grobmotorikern sind mir auch schon untergekommen, nur gut das kein irreparabler Schaden entstanden ist.
Weiterhin viel Erfolg
Ciao Bernd
Schöne Grüße, Bernd
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röhrenradiofreak
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Gestern fiel mir auf, dass unser Mähroboter nicht arbeitet. Die Ladestation signalisierte eine Schleifenunterbrechung.
Heute habe ich mir die Sache vorgenommen. Neben einem Blumenbeet war die Isolierung des Schleifenkabels auf einer Länge von 1 1/2 m beschädigt und der Leiter vergammelt. Das ist wohl bei Gartenarbeiten passiert. Durch die grüne Isolierung fällt das Schleifenkabel kaum auf, wenn es oberirdisch verlegt ist. Schön für die Optik, aber dadurch steigt das Risiko, es zu beschädigen.
Also verlegte ich ein Stück neues Kabel und wollte die Enden verlöten, denn Steck- oder Quetschverbindern, die der Witterung ausgesetzt sind, traue ich nicht. Aber der Lötkolben wurde nicht warm?! Das Verlängerungskabel, das kurz vorher noch benutzt worden war, hatte eine Unterbrechung am Stecker.
Also neuen Stecker montiert und dann das Schleifenkabel fertig repariert. Nach 1 1/2 Stunden in der prallen Sonne bei schwülen 29° funktionierte alles wieder.
Nachdem ich die Werkzeuge wieder weggeräumt hatte, setzte ich mich einem Moment auf die Terrasse und schaute zu, wie der Mähroboter seine Tour begann. Nach 5 m stoppte er plötzlich, und die Ladestation signalisierte schon wieder eine Schleifenunterbrechung!
An der frischen Reparaturstelle lag es nicht. Ist der Strom in der Schleife so hoch dass sie an einer Schwachstelle durchbrennen kann? Das glaube ich nicht. Also ist es wohl ein Zufall, dass so kurz danach eine Unterbrechung an einer anderen Stelle entstanden ist.
Einmal am Tag durchgebraten reicht. Um die neue Unterbrechung werde ich mich morgen kümmern.
Lutz
Heute habe ich mir die Sache vorgenommen. Neben einem Blumenbeet war die Isolierung des Schleifenkabels auf einer Länge von 1 1/2 m beschädigt und der Leiter vergammelt. Das ist wohl bei Gartenarbeiten passiert. Durch die grüne Isolierung fällt das Schleifenkabel kaum auf, wenn es oberirdisch verlegt ist. Schön für die Optik, aber dadurch steigt das Risiko, es zu beschädigen.
Also verlegte ich ein Stück neues Kabel und wollte die Enden verlöten, denn Steck- oder Quetschverbindern, die der Witterung ausgesetzt sind, traue ich nicht. Aber der Lötkolben wurde nicht warm?! Das Verlängerungskabel, das kurz vorher noch benutzt worden war, hatte eine Unterbrechung am Stecker.
Also neuen Stecker montiert und dann das Schleifenkabel fertig repariert. Nach 1 1/2 Stunden in der prallen Sonne bei schwülen 29° funktionierte alles wieder.
Nachdem ich die Werkzeuge wieder weggeräumt hatte, setzte ich mich einem Moment auf die Terrasse und schaute zu, wie der Mähroboter seine Tour begann. Nach 5 m stoppte er plötzlich, und die Ladestation signalisierte schon wieder eine Schleifenunterbrechung!
An der frischen Reparaturstelle lag es nicht. Ist der Strom in der Schleife so hoch dass sie an einer Schwachstelle durchbrennen kann? Das glaube ich nicht. Also ist es wohl ein Zufall, dass so kurz danach eine Unterbrechung an einer anderen Stelle entstanden ist.
Einmal am Tag durchgebraten reicht. Um die neue Unterbrechung werde ich mich morgen kümmern.
Lutz
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volvofan58
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Moin Lutz,
interessantes Phänomen. Der Strom (bei meinem Wechselstrom 100Hz) wird nicht sehr hoch sein. Bei meinem ist die Kabellänge auf 150 Meter begrenzt, bei längeren Kabeln soll es Schleifenfehler geben. Also vermutlich noch eine Unterbrechung, oder Übergangswiderstand an den Anschlüssen der Ladestation. Wie reagiert eigentlich so eine Schleife bei Erdschluß?
Beste Grüße
Peter
interessantes Phänomen. Der Strom (bei meinem Wechselstrom 100Hz) wird nicht sehr hoch sein. Bei meinem ist die Kabellänge auf 150 Meter begrenzt, bei längeren Kabeln soll es Schleifenfehler geben. Also vermutlich noch eine Unterbrechung, oder Übergangswiderstand an den Anschlüssen der Ladestation. Wie reagiert eigentlich so eine Schleife bei Erdschluß?
Beste Grüße
Peter
Röhre, du im Radio, nur dein Klang macht mich wirklich froh.
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röhrenradiofreak
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Besonders interessant fand ich das nicht. Eine Unterbrechung der Schleife kam schon ein paarmal vor. Manchmal ist es etwas nervig, die Stelle zu finden. Wenn das Schleifenkabel, wie in diesem Fall, nicht ganz durchtrennt ist, versagt die oft empfohlene Methode, das Kabel mit einem Mittel- oder Langwellenradio abzugehen. Dann helfen nur Widerstandsmessungen, dafür muss man das Kabel anzapfen.
Bei meinem Mäher ist das Schleifensignal hochfrequent. Das Spektrum reicht bis ca. 1 MHz. Wo die Grundfrequenz liegt, weiß ich nicht. Mit einem Mittelwellenradio hört man, dass auch Datentelegramme enthalten sind. Wie das ganze auf einen Erdschluss reagiert, weiß ich auch nicht. Sehr empfindlich ist es wohl nicht, denn die mitgelieferten Kabelverbinder sind nicht dicht, so dass bei Regen ein Erdschluss unvermeidlich ist.
Gerade wollte ich mich daranmachen, die zweite Unterbrechung zu suchen. Aber die Ladestation meldet keinen Schleifenfehler mehr und der Widerstand der gesamten Schleife liegt konstant bei 7,5 Ohm. Der Fehler ist also von selbst verschwunden. Dass so etwas meist nicht dauerhaft ist und die Suche nach zeutweilig auftretenden Fehlern langwierig sein kann, wissen wir von unseren Radios. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Im Moment dreht der Mähroboter seine Runden, als ob nichts gewesen wäre.
Lutz
Bei meinem Mäher ist das Schleifensignal hochfrequent. Das Spektrum reicht bis ca. 1 MHz. Wo die Grundfrequenz liegt, weiß ich nicht. Mit einem Mittelwellenradio hört man, dass auch Datentelegramme enthalten sind. Wie das ganze auf einen Erdschluss reagiert, weiß ich auch nicht. Sehr empfindlich ist es wohl nicht, denn die mitgelieferten Kabelverbinder sind nicht dicht, so dass bei Regen ein Erdschluss unvermeidlich ist.
Gerade wollte ich mich daranmachen, die zweite Unterbrechung zu suchen. Aber die Ladestation meldet keinen Schleifenfehler mehr und der Widerstand der gesamten Schleife liegt konstant bei 7,5 Ohm. Der Fehler ist also von selbst verschwunden. Dass so etwas meist nicht dauerhaft ist und die Suche nach zeutweilig auftretenden Fehlern langwierig sein kann, wissen wir von unseren Radios. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Im Moment dreht der Mähroboter seine Runden, als ob nichts gewesen wäre.
Lutz
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fritz52
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Selbiges hatte ich, bei einem Einhel MR, fand auch eine Unterbrechung der Schleife, zum Glück aber genügte die verbleibende Drahtlänge um den Draht an der Ladestation neu zu kontaktieren. Wochen später ab wuchs das Gras auf dem Insel Grundstück schon enorm hoch. Endresultat, der Mäher hatte sich festgefahren und der Akku war tiefentladen, auch weil ich nur am Wochenende auf der Insel (Mügellsee) bin. Zuvor aber im Vorjahr, passierte es schonmal, das der Mäher sich festlief. Da war dann das Rad Untersetzungs Getriebe defekt. Das dann fürn knappen Huni neu gekauft und eingebaut. Alles lief wieder. 6 Wochen später dann fand der Mäher zwar wieder zurück in die Ladestation, dass Gras aber wuchs wieder in die Höhe. Verlass aber war nicht mehr auf den Mäher und so musste der ersetzt werden. Der neue aber enttäuscht schon mal nicht. Auch weil 4 seiner Geschwister auf nem anderen, 3000 m² Grundstück, schon die 5 Saison ihre Kreise ziehen, auch wenn es ab und zu passiert, das sie über das Schleifengebiet gehen und sich ab und an festlaufen. Die Mäher aber sind dann alltäglich sichtbar. Und nach dem zurück bringen ziehen sie wieder ihre Wege, die nicht immer plausibel sind, weil, oft kreuzt sich der Weg auf den sie zuvor gemäht haben.
M. f. G.
fritz
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen
fritz
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röhrenradiofreak
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Ein Nachbar brachte mir zwei schnurlose (DECT-) Telefone: eines, was er bisher benutzt habe und das seit gestern nicht mehr funktioniere, und ein zweites (etwas anderen Typs), das er für Ersatzteile aufgehoben habe. Weil es mit den beiden Geräten im Folgenden etwas durcheinander geht, habe ich sie mit 1 und 2 benannt: 1 für das Gerät, das angeblich bis gestern funktioniert habe, 2 für den Ersatzteilspender.
Alle Akkus waren tiefentladen. Da bekam ich erste Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Aussagen.
Nach dem Einsetzen funktionierender Akkus funktionierte die Paging-Funktion der Basisstation 1. Aber nicht das Mobilteil 1 klingelte, sondern das Mobilteil 2. Offensichtlich wurde es bei der Basisstation 1 angemeldet.
Aber eine Verbindung mit dem Festnetz war nicht möglich. Nach längerer Suche fand ich heraus, dass die an die beiden Basisstationen angebrachten Anschlusskabel vertauscht waren. Da sie eine unterschiedliche Belegung des Western-Steckers haben, ist so natürlich keine Funktion möglich.
Nun konnte ich mit dem Mobilteil 2 über die Basisstation 1 telefonieren. Der ursprüngliche Fehler war dann schnell gefunden: ein Kontaktproblem an den Kontaktfedern der Hörkapsel im Mobilteil 1.
Dann das Mobilteil 2 auf Werkseinstellung zurückgesetzt und bei der Basisstation 2 angemeldet, und schon funktionieren beide Geräte wieder.
Wieder einmal haben die zusätzlichen Fehler, die er hineingebastelt hat, und das Verschweigen seiner Aktionen die meiste Zeit gekostet. Der Mann lernt es nicht...
Lutz
Alle Akkus waren tiefentladen. Da bekam ich erste Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Aussagen.
Nach dem Einsetzen funktionierender Akkus funktionierte die Paging-Funktion der Basisstation 1. Aber nicht das Mobilteil 1 klingelte, sondern das Mobilteil 2. Offensichtlich wurde es bei der Basisstation 1 angemeldet.
Aber eine Verbindung mit dem Festnetz war nicht möglich. Nach längerer Suche fand ich heraus, dass die an die beiden Basisstationen angebrachten Anschlusskabel vertauscht waren. Da sie eine unterschiedliche Belegung des Western-Steckers haben, ist so natürlich keine Funktion möglich.
Nun konnte ich mit dem Mobilteil 2 über die Basisstation 1 telefonieren. Der ursprüngliche Fehler war dann schnell gefunden: ein Kontaktproblem an den Kontaktfedern der Hörkapsel im Mobilteil 1.
Dann das Mobilteil 2 auf Werkseinstellung zurückgesetzt und bei der Basisstation 2 angemeldet, und schon funktionieren beide Geräte wieder.
Wieder einmal haben die zusätzlichen Fehler, die er hineingebastelt hat, und das Verschweigen seiner Aktionen die meiste Zeit gekostet. Der Mann lernt es nicht...
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röhrenradiofreak
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Das Gerät um das es hier geht, ist eigentlich viel zu neu für dieses Forum. Aber meiner Meinung nach ist es ein "Fehler, die die Welt nicht braucht".
Ein Bekannter bat mich, ein Gerät nachzusehen. Seine Beschreibung war so konfus, dass ich nicht einmal erkennen konnte, was für ein Gerät er meint. Erst erzählte er etwas von einem Sat-Receiver, dann von einer Sat-Schüssel, dann von einem Fernseher, dann von einer Fernbedienung. Er schafft es einfach nicht, sich verständlich auszudrücken.
Am nächsten Tag schleppte er eine Flachglotze an. Wenigestens nicht von der Größe eines Garagentors, sondern mit 26 Zoll-Bildschirm. Seine Fehlerbeschreibung war auch wieder völlig durcheinander. Da er mehrfach "Sat-Receiver" und "Sat-Schüssel" erwähnte, reimte ich mir zusammen, dass wohl irgendetwas mit dem Sat-Empfang nicht in Ordnung ist.
Und tatsächlich: An der Sat-Buchse wurde keine LNB-Spannung ausgegeben.
Bei den meisten Geräten kann man diese per Menü ein- und ausschalten. Den Menüpunkt konnte ich aber in den sehr umfangreichen und gewöhnungsbedürftigen Menüs nicht finden.
Also schaute ich mir die Hardware an. Vom Innenleiter der Buchse gibt es eine gleichstromdurchlässige Verbindung aus dem Tuner heraus. Dort befindet sich eine Schaltung mit einem IC und einer Spule. An einem Pin des IC waren 12V messbar. Vielleicht ein Spannungswandler? Ohne Schaltplan schwer zu sagen, und die Bezeichnung des IC kennt Google nicht. Dummerweise sind alle Schaltpläne, die ich im Netz gefunden habe, für eine Gerätevariante ohne Sat-Tuner, helfen also nicht weiter.
Dann habe ich nach einer Möglichkeit gegoogelt, bei diesem Gerät die LNB-Spannung ein- und auszuschalten. Die KI spuckte tatsächlich etwas aus. Das stimmte zwar nicht ganz mit den Menüs am Gerät überein, aber ich konnte erkennen, dass man so tun muss, als ob man einen automatischen Sendersuchlauf startet. Vor dem Start werden dann die LNB- und sonstigen Optionen abgefragt. Darauf muss man erstmal kommen.
Dort stand, die LNB-Spannung wäre eingeschaltet. An der Buchse wurde aber keine Spannung ausgegeben. Als ich das Menü verließ, lag plötzlich Spannung an. Also ein Bitkipper oder ähnliches.
Aber Empfang war immer noch nicht. Der Suchlauf fand keine Sender. Also suchte ich in den entsprechenden Menüs und fand an einer Stelle, wo ich das nicht vermutet hätte, eine Option "Vollständiger Suchlauf". Danach dauerte der Suchlauf etwa 25 Minuten und fand 426 "Dienste".
Und siehe da, nun ist Empfang vorhanden. Sogar die Sortierung der Programme ist sinnvoll.
Mal sehen, ob das der Fehler war, den er meinte, und ob das so bleibt oder ob der Fehler wiederkommt.
Lutz
Ein Bekannter bat mich, ein Gerät nachzusehen. Seine Beschreibung war so konfus, dass ich nicht einmal erkennen konnte, was für ein Gerät er meint. Erst erzählte er etwas von einem Sat-Receiver, dann von einer Sat-Schüssel, dann von einem Fernseher, dann von einer Fernbedienung. Er schafft es einfach nicht, sich verständlich auszudrücken.
Am nächsten Tag schleppte er eine Flachglotze an. Wenigestens nicht von der Größe eines Garagentors, sondern mit 26 Zoll-Bildschirm. Seine Fehlerbeschreibung war auch wieder völlig durcheinander. Da er mehrfach "Sat-Receiver" und "Sat-Schüssel" erwähnte, reimte ich mir zusammen, dass wohl irgendetwas mit dem Sat-Empfang nicht in Ordnung ist.
Und tatsächlich: An der Sat-Buchse wurde keine LNB-Spannung ausgegeben.
Bei den meisten Geräten kann man diese per Menü ein- und ausschalten. Den Menüpunkt konnte ich aber in den sehr umfangreichen und gewöhnungsbedürftigen Menüs nicht finden.
Also schaute ich mir die Hardware an. Vom Innenleiter der Buchse gibt es eine gleichstromdurchlässige Verbindung aus dem Tuner heraus. Dort befindet sich eine Schaltung mit einem IC und einer Spule. An einem Pin des IC waren 12V messbar. Vielleicht ein Spannungswandler? Ohne Schaltplan schwer zu sagen, und die Bezeichnung des IC kennt Google nicht. Dummerweise sind alle Schaltpläne, die ich im Netz gefunden habe, für eine Gerätevariante ohne Sat-Tuner, helfen also nicht weiter.
Dann habe ich nach einer Möglichkeit gegoogelt, bei diesem Gerät die LNB-Spannung ein- und auszuschalten. Die KI spuckte tatsächlich etwas aus. Das stimmte zwar nicht ganz mit den Menüs am Gerät überein, aber ich konnte erkennen, dass man so tun muss, als ob man einen automatischen Sendersuchlauf startet. Vor dem Start werden dann die LNB- und sonstigen Optionen abgefragt. Darauf muss man erstmal kommen.
Dort stand, die LNB-Spannung wäre eingeschaltet. An der Buchse wurde aber keine Spannung ausgegeben. Als ich das Menü verließ, lag plötzlich Spannung an. Also ein Bitkipper oder ähnliches.
Aber Empfang war immer noch nicht. Der Suchlauf fand keine Sender. Also suchte ich in den entsprechenden Menüs und fand an einer Stelle, wo ich das nicht vermutet hätte, eine Option "Vollständiger Suchlauf". Danach dauerte der Suchlauf etwa 25 Minuten und fand 426 "Dienste".
Und siehe da, nun ist Empfang vorhanden. Sogar die Sortierung der Programme ist sinnvoll.
Mal sehen, ob das der Fehler war, den er meinte, und ob das so bleibt oder ob der Fehler wiederkommt.
Lutz
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hf500
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Moin,
ja, manchmal fragt man sich, was fuer Sadisten die Software fuer die Geraete schreiben
Und ja, die Betriebsspannung fuer das LNB wird von einem Spannungswandler geliefert. 13/18V fuer die H/V-Umschaltung, dann wird das noch mit 22kHz und dem DISEQ-Signal moduliert. Schliesslich muss ja irgendwie dem am Antennenkabel angeschlossenen Geraffel mitgeteilt werden, was man von ihm will (LNB, Rotor, DISEQ-Schalter).
Und das macht Fehler an dieser Stelle kompliziert. Ich habe hier einen Receiver, der, weil er auf Open-ATV laeuft, doch gerne wieder vollstaendig funktionieren sollte. Denn er weigert sich, die Betriebsspannung fuer das LNB zu erzeugen. Anfangs waren die Ausfaelle eher zufaellig und selten, dann sah es wie ein thermisches Problem aus, jetzt ist nichts mehr :-/ Und wo soll man ohne Schaltbilder anfangen, den Fehler zu suchen?
73
Peter
ja, manchmal fragt man sich, was fuer Sadisten die Software fuer die Geraete schreiben
Und ja, die Betriebsspannung fuer das LNB wird von einem Spannungswandler geliefert. 13/18V fuer die H/V-Umschaltung, dann wird das noch mit 22kHz und dem DISEQ-Signal moduliert. Schliesslich muss ja irgendwie dem am Antennenkabel angeschlossenen Geraffel mitgeteilt werden, was man von ihm will (LNB, Rotor, DISEQ-Schalter).
Und das macht Fehler an dieser Stelle kompliziert. Ich habe hier einen Receiver, der, weil er auf Open-ATV laeuft, doch gerne wieder vollstaendig funktionieren sollte. Denn er weigert sich, die Betriebsspannung fuer das LNB zu erzeugen. Anfangs waren die Ausfaelle eher zufaellig und selten, dann sah es wie ein thermisches Problem aus, jetzt ist nichts mehr :-/ Und wo soll man ohne Schaltbilder anfangen, den Fehler zu suchen?
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Peter
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Peter2K
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Re: Fehler, die die Welt nicht braucht- Nähkästchen- Plaudereien
Die Sadisten sitzen mit den Bleistiften im Büro und berechnen die Kosten. Dann wird ein Hiwi mit einem Feature Requirement hingesetzt, kurz eingewiesen und ab gehts. Funktioniert? Ja->rausgerollt. Dann wird festgestellt, dass noch ein paar Sachen fehlen. Da der ursprüngliche Hiwi nicht mehr da ist, kommt der Nächste und strickt die nächsten Features irgendwo hin, wo es am einfachsten zu programmieren ist. Und das geht dann so weiter. Ergebnis ist dann ein solcher Unfall.