Netztrafos und ihr Brummen..
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der_röhrinator
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Netztrafos und ihr Brummen..
Hallo zusammen und frohes Neues Jahr an Alle!
Bei meinem Radio, wo schon die Kondikur erfolgt ist und auch der Gleichrichter neu ist brummt der Trafo leicht. Ich habe den Trafo mal nach 5 min Betrieb angefasst und die Wicklungen waren nur leicht warm. Das Brummen bestand auch schon vor dem Tausch des Gleichrichters. Es kommt definitiv vom Trafo. Das Gerät hat schonmal in feuchter Umgebung gestanden, vielleicht hat der Rost genug Kraft gehabt um die Schrauben der Bleche zu lösen. Vielleicht ist hier die Lösung einfach mal nachziehen. Was passiert wenn man es einfach so lässt?
Und ich frage mich auch wie lange die Trafos aus den Radios der 60er Jahre wohl noch leben werden. Das Gerät hat nur die Einstellung 220 volt und wird auch nur mit 220 Volt betrieben.
Viele Grüße
Sébastien
Bei meinem Radio, wo schon die Kondikur erfolgt ist und auch der Gleichrichter neu ist brummt der Trafo leicht. Ich habe den Trafo mal nach 5 min Betrieb angefasst und die Wicklungen waren nur leicht warm. Das Brummen bestand auch schon vor dem Tausch des Gleichrichters. Es kommt definitiv vom Trafo. Das Gerät hat schonmal in feuchter Umgebung gestanden, vielleicht hat der Rost genug Kraft gehabt um die Schrauben der Bleche zu lösen. Vielleicht ist hier die Lösung einfach mal nachziehen. Was passiert wenn man es einfach so lässt?
Und ich frage mich auch wie lange die Trafos aus den Radios der 60er Jahre wohl noch leben werden. Das Gerät hat nur die Einstellung 220 volt und wird auch nur mit 220 Volt betrieben.
Viele Grüße
Sébastien
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countryman
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
Zunehmendes Brummen habe ich auch schon bei den Drosseln von alten Leuchtstofflampen bemerkt, ohne dass es auf die Funktion Einfluss hatte. Das Blechpaket lockert sich offenbar durch Rost, mehr vielleicht noch durch die inneren Schwingungen die immer da sind, auch ohne Brummen.
Bei Trafos hilft oft Nachziehen der Schrauben. Die Lebensdauer sehe ich nicht als bedroht an, wenn nicht gerade Isolationsfehler auftreten. Eher schon durch Fehler hinter dem Trafo, wie Kondensatorschäden.
Bei Trafos hilft oft Nachziehen der Schrauben. Die Lebensdauer sehe ich nicht als bedroht an, wenn nicht gerade Isolationsfehler auftreten. Eher schon durch Fehler hinter dem Trafo, wie Kondensatorschäden.
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albert66
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
Unabhängig vom Alter können die uns locker überleben. Die Trafos sterben i.d.R. nur durch Überlastung bei Folgeschäden, d.h. Fehler nachfolgender Teile (wenn die Lagerung ansonsten ok ist). Handwarm ist völlig ok. Wie bereits beschrieben - Schrauben (der Bleche) nachziehen, evtl. auch Gummipuffer bzw. Befestigung auf Chassis kontrollieren. Falls der bereits fühlbar vibriert, kann natürlich auch die Isolation leiden. Aber dann wäre der "Brumm" schon recht heftig.Und ich frage mich auch wie lange die Trafos aus den Radios der 60er Jahre wohl noch leben werden.
Gutes Neues Jahr "ringsrum"...........
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der_röhrinator
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
Danke, das ist schonmal gut zu wissen. Ich verscuhe das mit dem nachziehen mal. Der Trafo ist auch sehr groß, das Brummen ist leise zu hören und auch leicht am Lautstärkeregler spürbar. Ich kann auch mal ein Video machen.albert66 hat geschrieben: So Jan 04, 2026 13:17Unabhängig vom Alter können die uns locker überleben. Die Trafos sterben i.d.R. nur durch Überlastung bei Folgeschäden, d.h. Fehler nachfolgender Teile (wenn die Lagerung ansonsten ok ist). Handwarm ist völlig ok. Wie bereits beschrieben - Schrauben (der Bleche) nachziehen, evtl. auch Gummipuffer bzw. Befestigung auf Chassis kontrollieren. Falls der bereits fühlbar vibriert, kann natürlich auch die Isolation leiden. Aber dann wäre der "Brumm" schon recht heftig.Und ich frage mich auch wie lange die Trafos aus den Radios der 60er Jahre wohl noch leben werden.
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der_röhrinator
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
So ich habe mich jetzt mal rangewagt.. Also eine Schraube, die den Trafo mit dem Chassis verbindet war tatsächlich lose. Dann konnte ich auch die Schrauben des Blechpakets nachziehen. Ich hoffe durch reines Nachziehen konnte ich die Wicklung nicht beschädigen. Naja ich werde mich nochmal melden, wenn ich das Gerät getestet habe.albert66 hat geschrieben: So Jan 04, 2026 13:17Unabhängig vom Alter können die uns locker überleben. Die Trafos sterben i.d.R. nur durch Überlastung bei Folgeschäden, d.h. Fehler nachfolgender Teile (wenn die Lagerung ansonsten ok ist). Handwarm ist völlig ok. Wie bereits beschrieben - Schrauben (der Bleche) nachziehen, evtl. auch Gummipuffer bzw. Befestigung auf Chassis kontrollieren. Falls der bereits fühlbar vibriert, kann natürlich auch die Isolation leiden. Aber dann wäre der "Brumm" schon recht heftig.Und ich frage mich auch wie lange die Trafos aus den Radios der 60er Jahre wohl noch leben werden.
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holger66
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
Ist das zufällig der Trafo eines Telefunken-Gerätes ?
Die hatten häufig die sog. "EI"-Kerne, die oft recht feste mechanisch brummen, weil sich die Struktur der Bleche gelockert hat. Zusammenziehen hilft manchmal etwas und manchmal gar nichts.
H.
Die hatten häufig die sog. "EI"-Kerne, die oft recht feste mechanisch brummen, weil sich die Struktur der Bleche gelockert hat. Zusammenziehen hilft manchmal etwas und manchmal gar nichts.
H.
UKW: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.....
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der_röhrinator
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
Hallo Holger,holger66 hat geschrieben: So Jan 04, 2026 18:13 Ist das zufällig der Trafo eines Telefunken-Gerätes ?
Die hatten häufig die sog. "EI"-Kerne, die oft recht feste mechanisch brummen, weil sich die Struktur der Bleche gelockert hat. Zusammenziehen hilft manchmal etwas und manchmal gar nichts.
H.
nee das ist ein SABA Trafo. Das mit den Telefunken-Trafos habe ich auch schon gelesen.
Ich hab jetzt das Gerät auch mal eingeschaltet, jetzt ist das Brummen kaum noch zu hören.
Sébastien
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klausw
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
Und, nur zur Ergänzung: bitte in jedem Fall prüfen, ob der Trafo verschraubt oder vernietet ist. Konkret: Ich habe einen 1959er Nordmende Phonosuper im Bestand, der von seinem Vorbesitzer wegen unerträglichen Brummens ausgesondert wurde. Ursächlich waren 2 gebrochene Messingnieten, die bei diesem Modell die Trafobleche zusammenhalten.countryman hat geschrieben: Sa Jan 03, 2026 23:17 ... Das Blechpaket lockert sich offenbar durch Rost, mehr vielleicht noch durch die inneren Schwingungen die immer da sind, auch ohne Brummen.
Bei Trafos hilft oft Nachziehen der Schrauben...
k. steht für klaus
Kenntnisse kann jeder haben, aber die Kunst zu denken ist das seltene Geschenk der Natur. (Friedrich II.)
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holger66
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
Hallo Klaus,
vernietete Trafos habe ich bisher wirklich nur bei Nordmende gesehen. Manchmal sind die Trafos sogar mit Hilfe der Nieten an das Chassis genietet.
Konntest Du in dem Fall denn durch den Ersatz der Nieten durch Schrauben Besserung erzielen ? Und wenn ja, wie hast Du die defekten Nieten vorher herausbekommen ?
Viele Grüße
Holger
vernietete Trafos habe ich bisher wirklich nur bei Nordmende gesehen. Manchmal sind die Trafos sogar mit Hilfe der Nieten an das Chassis genietet.
Konntest Du in dem Fall denn durch den Ersatz der Nieten durch Schrauben Besserung erzielen ? Und wenn ja, wie hast Du die defekten Nieten vorher herausbekommen ?
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klausw
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Re: Netztrafos und ihr Brummen..
Hallo Holger.holger66 hat geschrieben: Do Jan 08, 2026 11:20 Hallo Klaus,
vernietete Trafos habe ich bisher wirklich nur bei Nordmende gesehen. Manchmal sind die Trafos sogar mit Hilfe der Nieten an das Chassis genietet.
Konntest Du in dem Fall denn durch den Ersatz der Nieten durch Schrauben Besserung erzielen ? Und wenn ja, wie hast Du die defekten Nieten vorher herausbekommen ?
Viele Grüße
Holger
Ja, ich konnte -nach Hörempfinden- sogar wieder Neuzustandqualität herstellen. Das Radio ist wieder wunderbar leise, und natürlich bekam es auch seine "Wurmkur" *, d.h. alle defekten Kondensatoren wurden entfernt. Auch konnte ich keinen Spannungsabfall oder gar eine unbotmäßige Erwärmung des Trafos feststellen.
Die Entfernung der Nieten war wirklich das Problem, da die Niethülsen im Trafokern "verkeilt" waren. In jedem Fall hätte der Trafo komplett ausgebaut werden müssen, was ein erheblicher Arbeitsaufwand ist, da er unter dem Chassis nicht sehr reparaturfreundlich untergebracht ist. Nur dann hätte man diese Messingrohrstücke VIELLEICHT austreiben können.
Letztlich entschied ich mich für einen Kompromiss: Ich besorgte mir eine M3-Gewindestange aus Stahl (!), wegen der Zugfestigkeit schied Messing aus, und schnitt passende Stücke, die ich DURCH die verbliebenen Nietreste steckte, und zwar auch durch die Hohlnieten, die noch nicht gebrochen waren. An ihrem jeweiligen Ende wurden diese Gewindestücke mit Unterlegscheibe und Mutter versehen. Dann wurde das Ganze fest zusammengezogen, wobei der Zugfestigkeit einer M3-Gewindestange natürlich Grenzen gesetzt sind. Ein erfahrener Bastler hat dies allerdings im Gefühl. Hat vorliegend geklappt.
Die Stahlgewindestangen sitzen also in den verbliebenen Messingröhrchen.
Exkurs: Mir ist die immer wiederkehrende Diskussion bekannt, wonach man die Trafobleche grundsätzlich nur mit Nichteisen-Bolzen zusammenfügen dürfe. Diese Diskussion will ich hier nicht aufmachen, sie wäre allenfalls etwas für ein separates Thema, falls ein Leser dazu Erörterungsbedarf vortragen möchte.
*) Anspielung auf das Buch "Kupferwurm" von C. Hertweck
k. steht für klaus
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