Erstmal hallo und schön, dass es euch gibt!
Ein Freund hat sich mit dem SK5 einen Traum erfüllt, kennt sich mit Radios aber noch schlechter aus als ich.
Ich hatte mal ein Röhrenradio vom Schrott nicht hinbekommen und mein Blaupunkt im Auto (60er) reparieren können, deswegen bin ich der Experte.
Nach dem Einschalten lief das Gerät etwas brummend aber sonst klanglich sehr gut, dann (vielleicht beim Umschalten?) auf einmal ziemlich leise.
Jetzt steht das Radio übergangsweise bei mir, einiges ist repariert (Höhenregler war fest, EL84 hatte schlechten Kontakt, Sicherung auch), alle Papierkondensatoren sind gegen passende getauscht, sowie die zwei elkos (der eine mit plus an Masse ist, denke ich, im Schaltplan falsch eingezeichnet) und der große Siebkondensator. Widerstände im NF-Bereich habe ich abgelötet und gemessen, auch den 2,5 kiloohm am AÜ.
Ergebnis: Super Klang, fast kein Brummen, alles funktioniert, alle Quellen ok... bis ich das Radio stolz meiner Freundin präsentiert habe und beim Umschalten auf Phono das ursprüngliche Phänomen aufgetreten ist. Sehr leise, wenn ich von 0 aufdrehe sinkt die (grds. auch bei minimum leise vorhandene) Lautstärke ab, es rauscht leicht, langsam kommt etwas mehr Ton, aber nie viel.
Betätigen von (gereinigten) Tasten und Reglern bewirkt, was es soll. UKW, AM haben Signal. Phono, nicht sicher, vielleicht nicht. Den Koppelkondensator an der EL84 habe ich testweise nochmal getauscht, keine Veränderung. Mit einem Holzstab an die Kontakte drücken hat nichts geändert. Jetzt weiß ich nicht weiter. Vor dem Messen am laufenden Gerät habe ich wohl Respekt, aber keine Angst. Hat mir jemand einen Tipp, wo der Fehler liegen kann, bzw. was am naheliegendsten ist? Die EL84 mal tauschen?
Vielen Dank schonmal.
David
Braun SK5 bei allen Quellen sehr leise
-
davidsSK5
- Philetta

- Beiträge: 4
- Registriert: Mi Jan 07, 2026 20:28
- Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
-
davidsSK5
- Philetta

- Beiträge: 4
- Registriert: Mi Jan 07, 2026 20:28
- Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Re: Braun SK5 bei allen Quellen sehr leise
Hier noch der Schaltplan:
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
röhrenradiofreak
- Geographik

- Beiträge: 10380
- Registriert: Do Dez 27, 2007 23:19
- Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
- Wohnort: östliches Niedersachsen
Re: Braun SK5 bei allen Quellen sehr leise
Nein, ist er nicht. Du meinst sicher den C32. Das ist der Ratioelko, der gehört tatsächlich mit Plus an Masse.davidsSK5 hat geschrieben: Mi Jan 07, 2026 20:58 ...sowie die zwei elkos (der eine mit plus an Masse ist, denke ich, im Schaltplan falsch eingezeichnet)...
Aber die Ursache für den nach Umschalten leisen Ton ist das wahrscheinlich nicht. Um den Fehler einzugrenzen, wäre zunächst festzustellen, ob das Gerät über den Phono-Eingang mit normaler Lautstärke spielt oder auch zu leise ist.
Ist die Phono-Wiedergabe auch zu leise, liegt die Ursache im NF-Verstärker. Dann wären Spannungsmessungen an den Röhren EABC80 und EL84 der nächste Schritt (die Sollwerte stehen im Schaltplan).
Wenn Du eine andere EL84 zur Hand hast, kannst Du sie natürlich testweise einsetzen. Aber Ersatz kaufen würde ich erst, wenn feststeht, dass sie defekt ist oder der begründete Verdacht besteht.
Lutz
-
davidsSK5
- Philetta

- Beiträge: 4
- Registriert: Mi Jan 07, 2026 20:28
- Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Re: Braun SK5 bei allen Quellen sehr leise
Vielen Dank, genau, der C32. Mein ausgedruckter Schaltplan hat etwas bessere Qualität, da ist er wie die Anderen mit Minus an Masse, ich habe ihn so ein- wie ich den Alten ausgelötet hatte, Plus an Masse, und ihn später als Ratioelko vermutet. Dann passt das auf jeden Fall.
Mit gedrückter Phono-Taste (H1, H2, H3 im Plan) habe ich so weit ich das erkennen kann keinen Ton mehr, oder sehr leise. Nur das Knacken beim Schalten des Motors ist in einigermaßen normaler Lautstärke. Anfangs habe ich den Koppelkondensator oder etwas in dessen Nähe vermutet, alles davor scheint ja zumindest soweit in Ordnung.
Dann mache ich am Wochenende mal Messungen am laufenden Gerät, schaue, ob ich Buchse 3 als Eingang nutze und melde mich dann wieder. Leider keine EL84 im Haus, bevor ich blind Teile tausche versuche ich auch immer gerne das Problem zu verstehen. Macht ja doch sehr Spaß.
David
Mit gedrückter Phono-Taste (H1, H2, H3 im Plan) habe ich so weit ich das erkennen kann keinen Ton mehr, oder sehr leise. Nur das Knacken beim Schalten des Motors ist in einigermaßen normaler Lautstärke. Anfangs habe ich den Koppelkondensator oder etwas in dessen Nähe vermutet, alles davor scheint ja zumindest soweit in Ordnung.
Dann mache ich am Wochenende mal Messungen am laufenden Gerät, schaue, ob ich Buchse 3 als Eingang nutze und melde mich dann wieder. Leider keine EL84 im Haus, bevor ich blind Teile tausche versuche ich auch immer gerne das Problem zu verstehen. Macht ja doch sehr Spaß.
David
-
davidsSK5
- Philetta

- Beiträge: 4
- Registriert: Mi Jan 07, 2026 20:28
- Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Re: Braun SK5 bei allen Quellen sehr leise
Bin zurück und habe gemessen.
UKW ist ausgewählt, keine Antenne angeschlossen, Lautstärke auf 0.
Sollwerte in Klammern. Ich hoffe, dass das so gut lesbar ist.
Netzspannung genau 240 V, 240 gewählt.
Gleichrichter + 222 (215)
Vor W28 (am AÜ) 176 (175)
Nach W28 222 (215)
Vor C37 (Koppelkondensator bzw. EABC 80 Pin 9) 45-48 (45) und Brummen
Nach C37 0 auch Brummen
EL 84 Pin 7 210 (200?)
Lautsprecher-Plus 0
Pluspol C39/ EL 84 Pin 9 176 (175)
EL 84 Pin 3 5 (5)
EABC 80 Pin 8 0, brummt laut und voll
Wenn es andere relevante Messungen gibt führe ich die natürlich gerne durch. Sieht doch eigentlich gut aus, oder?
Phono: vom Plattenspieler kommt nichts. Wenn ich an die buchse vom DIN- Stecker messe, gibt es ein Knacken. Ein Kabel habe ich gefunden, aber noch nichts weiter unternommen, sollte aber doch mehr kommen als nor ein leises Knacken bei Berührung, oder?
Freue mich über jede Antwort. Schönes Wochenende!
David
UKW ist ausgewählt, keine Antenne angeschlossen, Lautstärke auf 0.
Sollwerte in Klammern. Ich hoffe, dass das so gut lesbar ist.
Netzspannung genau 240 V, 240 gewählt.
Gleichrichter + 222 (215)
Vor W28 (am AÜ) 176 (175)
Nach W28 222 (215)
Vor C37 (Koppelkondensator bzw. EABC 80 Pin 9) 45-48 (45) und Brummen
Nach C37 0 auch Brummen
EL 84 Pin 7 210 (200?)
Lautsprecher-Plus 0
Pluspol C39/ EL 84 Pin 9 176 (175)
EL 84 Pin 3 5 (5)
EABC 80 Pin 8 0, brummt laut und voll
Wenn es andere relevante Messungen gibt führe ich die natürlich gerne durch. Sieht doch eigentlich gut aus, oder?
Phono: vom Plattenspieler kommt nichts. Wenn ich an die buchse vom DIN- Stecker messe, gibt es ein Knacken. Ein Kabel habe ich gefunden, aber noch nichts weiter unternommen, sollte aber doch mehr kommen als nor ein leises Knacken bei Berührung, oder?
Freue mich über jede Antwort. Schönes Wochenende!
David
-
paulchen
- Geographik

- Beiträge: 7499
- Registriert: Do Nov 13, 2008 7:16
Re: Braun SK5 bei allen Quellen sehr leise
Brumme Dich mal von den Punkten grün, rot braun nach vorne durch in dieser Reihenfolge und berichte.
Immer vor und hinter den Bauelementen.
Also einfach Schraubenzieher an die Punkte und mit dem Finger die Klinge berühren. Dabei das Chassis mit der anderen Hand möglichst nicht anfassen (wird dadurch lauter beim Brummen
).
(draufklicken)
paulchen
Immer vor und hinter den Bauelementen.
Also einfach Schraubenzieher an die Punkte und mit dem Finger die Klinge berühren. Dabei das Chassis mit der anderen Hand möglichst nicht anfassen (wird dadurch lauter beim Brummen
(draufklicken)
paulchen
-
hf500
- Geographik

- Beiträge: 2130
- Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
Re: Braun SK5 bei allen Quellen sehr leise
Moin,
Die Spannungen an Anode und Schirmgitter der EL84 stimmen ja einigermassen, wichtig ist allerdings auch die Spannung an der Katode (Pin 3)
Hier kann man einigermassen gut den Zustand der Roehre und des Koppelkondensators (schon getauscht) abschaetzen.
Da die Spannung an Pin 3 mit 5V auch passt, ist die Roehre in Ordnung.
Katodenspannung zu niedrig: Roehre hat schwache Emission, solange Anoden- und besonders Schirmgitterspannung einigermassen passt.
Katodenspannung zu hoch: Koppelkondensator defekt (Spannung an Pin2 dann positiv) oder die Roehre selbst hat einen Isolationsfehler (Spannung an Pin 2 der Fassung ohne Roehre messen).
Zu hohe Katodenspannung bedeutet natuerlich ueberhoehter Katodenstrom· durch die hoehere Belastung des Netzteiles sinkt die Anodenspannung.
Ob das Netzteil dieses Geraetes eine ueberlastete EL84 gluehen lassen kann, weiss ich nicht. Normalerweise wird die EL84 mit Anoden- und Schirmgitterspannungen in der Gegend von 250V betrieben und fuer volle Leistung (5,7W) fuehrt sie einen Anodenstrom von 48mA.
Die Roehre wird hier relativ "sparsam" betrieben (200V, 30mA, also 6W Anodenbelastung. Ausgelegt ist sie fuer 12W Anodenverlust), so dass die ein ziemlich langes Leben haben sollte. Mit der vorliegenden Einstellung duerfte sie 2-3W Sprechleistung geben.
Man haette dafuer auch eine EL95 nehmen koennen, die allerdings wuerde dann unter Vollast laufen. Und sie gilt als etwas empfindlich, relativ schnell verschlissen.
73
Peter
Die Spannungen an Anode und Schirmgitter der EL84 stimmen ja einigermassen, wichtig ist allerdings auch die Spannung an der Katode (Pin 3)
Hier kann man einigermassen gut den Zustand der Roehre und des Koppelkondensators (schon getauscht) abschaetzen.
Da die Spannung an Pin 3 mit 5V auch passt, ist die Roehre in Ordnung.
Katodenspannung zu niedrig: Roehre hat schwache Emission, solange Anoden- und besonders Schirmgitterspannung einigermassen passt.
Katodenspannung zu hoch: Koppelkondensator defekt (Spannung an Pin2 dann positiv) oder die Roehre selbst hat einen Isolationsfehler (Spannung an Pin 2 der Fassung ohne Roehre messen).
Zu hohe Katodenspannung bedeutet natuerlich ueberhoehter Katodenstrom· durch die hoehere Belastung des Netzteiles sinkt die Anodenspannung.
Ob das Netzteil dieses Geraetes eine ueberlastete EL84 gluehen lassen kann, weiss ich nicht. Normalerweise wird die EL84 mit Anoden- und Schirmgitterspannungen in der Gegend von 250V betrieben und fuer volle Leistung (5,7W) fuehrt sie einen Anodenstrom von 48mA.
Die Roehre wird hier relativ "sparsam" betrieben (200V, 30mA, also 6W Anodenbelastung. Ausgelegt ist sie fuer 12W Anodenverlust), so dass die ein ziemlich langes Leben haben sollte. Mit der vorliegenden Einstellung duerfte sie 2-3W Sprechleistung geben.
Man haette dafuer auch eine EL95 nehmen koennen, die allerdings wuerde dann unter Vollast laufen. Und sie gilt als etwas empfindlich, relativ schnell verschlissen.
73
Peter