Liebe Forumsgemeinde,
Heizkostenverteiler und Warmwasserzähler usw. sollen zukünftig fern-ablesbar sein. Dazu soll die sogenannte walk by / drive by Technologie verwendet werden, d.h. die Verbrauchsdaten werden nicht abgelesen, sondern vom Zähler in der Wohnung per Funk bis auf den Hausflur oder bis auf die Straße gesendet.
Zähler, die man selber ablesen musste, haben ja immer - zumindest nahezu immer - gut funktioniert. Das muss offenbar dringend geändert werden.
Weiß zufällig jemand von euch, welche Frequenz wird benutzt? Ist das an eine vorhandene Netzwerktechnik gebunden, wie Bluetooth oder WLAN, oder ist das ein eigenes System?
Steht irgendwo veröffentlicht, wie die Daten codiert sind? Kennt jemand von euch das Schnittstellen-Protokoll? Ist es eine einseitige (quasi kontinuierliche) Aussendung der Verbrauchs-Daten, oder gibt es eine Art von "Wechsel-Gespräch" zwischen Zähler in der Wohnung und Fernablesegerät auf der Straße?
Würde mich freuen, Näheres zu erfahren. Vielen Dank für jede Antwort.
Gruß
Georg
walk by / drive by Technologie: welche Frequenz?
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- Kuba Komet

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walk by / drive by Technologie: welche Frequenz?
Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. 
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Welle26
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Re: walk by / drive by Technologie: welche Frequenz?
Hallo Georg,
über die Details der verwendeten Technik kann ich nicht viel sagen, aber zumindest über die praktische Anwendung.
Bei uns im Haus wurden Anfang letzten Jahres sämtliche Heizungszähler und Wasseruhren auf dieses neue System umgestellt. So weit, so gut.
Was mich dabei etwas überraschte, war der Umstand, dass im Hausflur eine kleine Abzweigdose gesetzt wurde. Kein Stromanschluss, keine Netzwerkanbindung.
Ich gehe daher davon aus, dass die Daten von den Zählern im Haus an dieses Kästchen gemeldet werden und dieses dann einmal im Jahr von vor der Haustür aus ausgelesen werden kann. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung.
An sich würde ich ja gerne mal reingucken, aber leider komme ich nicht dran.
Auch wenn ich sonst sehr konservativ in diesen Dingen bin, muss ich sagen, dass ich das ganz praktisch finde. Wenn man tagsüber arbeitet, ist nämlich der Termin für die Ablesung sonst immer ein Grund für einen Tag Zwangsurlaub gewesen...
Viele Grüße
Max
über die Details der verwendeten Technik kann ich nicht viel sagen, aber zumindest über die praktische Anwendung.
Bei uns im Haus wurden Anfang letzten Jahres sämtliche Heizungszähler und Wasseruhren auf dieses neue System umgestellt. So weit, so gut.
Was mich dabei etwas überraschte, war der Umstand, dass im Hausflur eine kleine Abzweigdose gesetzt wurde. Kein Stromanschluss, keine Netzwerkanbindung.
Ich gehe daher davon aus, dass die Daten von den Zählern im Haus an dieses Kästchen gemeldet werden und dieses dann einmal im Jahr von vor der Haustür aus ausgelesen werden kann. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung.
An sich würde ich ja gerne mal reingucken, aber leider komme ich nicht dran.
Auch wenn ich sonst sehr konservativ in diesen Dingen bin, muss ich sagen, dass ich das ganz praktisch finde. Wenn man tagsüber arbeitet, ist nämlich der Termin für die Ablesung sonst immer ein Grund für einen Tag Zwangsurlaub gewesen...
Viele Grüße
Max
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Re: walk by / drive by Technologie: welche Frequenz?
Moin Max,
ähnlich in unserer Wohnanlage, die aus 6 Häusern Blöcken mit jeweils 12 Wohnungen besteht, die 1979 gebaut wurden. Nach der zweiten Voll Sanierung wurden alle Wärmezähler und Stellglieder an den Heizkörpern und die Buchgroße Steuerzentralle in den Wohnungen ersatzlos demontiert und neue mechanisch verstellbare Thermostate montiert. In den Hausfluren in die Kabelsammelschächte, kam dann die neuen Wärmezähler der Heizkreisläufe, mit eben dieser Wand dose, die dann wohl die Daten per Funk an die Erfassungsstelle liefert.
Und klar auch, dass das eine Mieterhöhung mit sich brachte.
ähnlich in unserer Wohnanlage, die aus 6 Häusern Blöcken mit jeweils 12 Wohnungen besteht, die 1979 gebaut wurden. Nach der zweiten Voll Sanierung wurden alle Wärmezähler und Stellglieder an den Heizkörpern und die Buchgroße Steuerzentralle in den Wohnungen ersatzlos demontiert und neue mechanisch verstellbare Thermostate montiert. In den Hausfluren in die Kabelsammelschächte, kam dann die neuen Wärmezähler der Heizkreisläufe, mit eben dieser Wand dose, die dann wohl die Daten per Funk an die Erfassungsstelle liefert.
Und klar auch, dass das eine Mieterhöhung mit sich brachte.
M. f. G.
fritz
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen
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Re: walk by / drive by Technologie: welche Frequenz?
In unserem kleineren Mehrfamilienhaus hat der Abrechnungs-Anbieter die Funkteile irgendwann ohne großes Aufheben montiert, die Mieter empfinden es als Erleichterung. Ob es eine Zentrale im Flur gibt? Unterputz wurde jedenfalls nichts eingebaut
Besondere Kosten gab es nach meiner Erinnerung nicht, der Preis ist wohl in der Jahresabrechnung des Unternehmens versteckt.
Technisch ist wirklich sehr interessant, wie die Messung und Übertragung jahrelang ohne Batteriewechsel funktionieren kann. Ich nahm bisher an, dass ein Ableser am Haus vorfährt und mit einem Sender die einzelnen Geräte anspricht, die daraufhin Protokolle übertragen. Der Funk muss auf jeden Fall durch mehrere Wände und über einige 10m reichen, was WLAN und BT nicht sicher schaffen.
Die Technik wird wohl nicht groß publiziert um Störungen und Vandalismus nicht zu fördern? Mit etwas Kenntnis könnte man den Code hacken und die Daten ein wenig zu eigenen Gunsten anpassen...
Technisch ist wirklich sehr interessant, wie die Messung und Übertragung jahrelang ohne Batteriewechsel funktionieren kann. Ich nahm bisher an, dass ein Ableser am Haus vorfährt und mit einem Sender die einzelnen Geräte anspricht, die daraufhin Protokolle übertragen. Der Funk muss auf jeden Fall durch mehrere Wände und über einige 10m reichen, was WLAN und BT nicht sicher schaffen.
Die Technik wird wohl nicht groß publiziert um Störungen und Vandalismus nicht zu fördern? Mit etwas Kenntnis könnte man den Code hacken und die Daten ein wenig zu eigenen Gunsten anpassen...