Das ist wirklich ein "Fehler, den die Welt nicht braucht". Einen Bestückungsfehler in einem japanisischen Gerät habe ich auch noch nie gehabt, soweit ich mich erinnere. Waren die Lötstellen erkennbar jungfräulich oder wurde daran schon einmal gelötet?
Je nachdem, wie hoch die Spannung an diesem Elko ist und wie niederohmig sie zugeführt wird, könnte es sein, dass er vorgeschädigt ist. Ich würde ihn deshalb erneuern.
Lutz
Technics Receiver will nicht
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röhrenradiofreak
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holger66
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Re: Technics Receiver will nicht
Hallo Lutz,
an dem Gerät wurde nach dem Fertigungsdatum erst von mir wieder gelötet, es war sozusagen "jungfräulich".
Klar, der Elko gehört neu, nur habe ich den Wert nicht, wie gesagt, die nächste Reichelt-Bestellung kommt bestimmt. Ein kritischer Blick in alle Ecken zeigte keinen einzigen Elko mit aufgequollenem Deckel, die haben gute Qualität da verbaut, das Gerät ist 45 Jahre alt, alle Achtung. Dafür spricht auch der bleischwere Trafo, die Ausgangsleistung, die da hinten draufsteht, ist glaubhaft.
Sparsam ist allenfalls die Ausstattung mit nur drei Eingängen: Phono magnetisch, Bandgerät und Monitor. Das ist fast schon spartanisch. Immerhin gibt es sieben Stationstasten, das Gerät nahm da also in Deutschland übliche Standards auf.
Und dann diese Kuriosität mit dem motorbetriebenen Lautstärkepoti. Aus heutiger Sicht wirkt das absonderlich. War vermutlich der erste Schritt zur Fernbedienbarkeit.
Leider ist eine der Lautsprecherklemmen defekt, ich habe das was mit einer Bananenbuchse reingefrickelt, ansonsten ist das Gerät in Ordnung und wird mich wieder verlassen.
H.
an dem Gerät wurde nach dem Fertigungsdatum erst von mir wieder gelötet, es war sozusagen "jungfräulich".
Klar, der Elko gehört neu, nur habe ich den Wert nicht, wie gesagt, die nächste Reichelt-Bestellung kommt bestimmt. Ein kritischer Blick in alle Ecken zeigte keinen einzigen Elko mit aufgequollenem Deckel, die haben gute Qualität da verbaut, das Gerät ist 45 Jahre alt, alle Achtung. Dafür spricht auch der bleischwere Trafo, die Ausgangsleistung, die da hinten draufsteht, ist glaubhaft.
Sparsam ist allenfalls die Ausstattung mit nur drei Eingängen: Phono magnetisch, Bandgerät und Monitor. Das ist fast schon spartanisch. Immerhin gibt es sieben Stationstasten, das Gerät nahm da also in Deutschland übliche Standards auf.
Und dann diese Kuriosität mit dem motorbetriebenen Lautstärkepoti. Aus heutiger Sicht wirkt das absonderlich. War vermutlich der erste Schritt zur Fernbedienbarkeit.
Leider ist eine der Lautsprecherklemmen defekt, ich habe das was mit einer Bananenbuchse reingefrickelt, ansonsten ist das Gerät in Ordnung und wird mich wieder verlassen.
H.
UKW: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.....
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Bernhard W
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Re: Technics Receiver will nicht
Hallo zusammen,
auf meinem Plan sind bei C621 und C622 keine Polaritätszeichen, das sind vermutlich Elkos ohne vorgeschriebene Polarität.
Bei Normalbetrieb wird der Kondensator bei positiven Halbwellen geladen, Pluspol am Emitter, Minuspol an der Basis des folgenden Transistors.
Wenn über den Widerstand im STK8040 zwischen den Anschlüssen 2 und 3 Strom fließt, wird die Ladespannung am Kondensator kleiner. Bei sehr großem Strom durch den internen Widerstand wird die Spannung am Kondensator kurz umgepolt, dann liegt der Pluspol an der Basis und der Minuspol am Emitter des folgenden Transistors.
Der Transistor begrenzt die Spannung zwischen Basis und Emitter auf ca. 0,7 V. Normale, gepolte Elkos vertragen Umpolung bis ca. 1 V, d. h. gepolte Elkos mit Minuspol an der Basis des folgenden Transistors müssten hier auch funktionieren.
Hoher Leckstrom des Kondensators führt späterer Auslösung der Überstromschutzes. Der Leckstrom kann also nicht die Ursache sein.
Der Abschaltstrom hängt sehr stark vom Widerstand im STK8040 ab, darüber habe ich aber keine Unterlagen vorliegen. Der Wert liegt auf jeden Fall unter 1 Ohm und ist deshalb auch nicht einfach zu messen.
Ich habe versucht, die Schaltung näher zu verstehen, das ist nicht einfach, weil sie Fehler enthält.
Drei Fehler habe ich bis jetzt im Netz- und Endstufenteil entdeckt:
Offensichtlich falsch ist die Bezeichnung von IC601 und IC602: SVISK8040 muss SVISTK8040 lauten. (Der Vorsatz "SV" bedeutet, dass das Bauteil nicht aus dem Matsushita-Konzern (Matsushita, Panasonic, Technics, National) stammt, "I" bedeutet Bauteiltyp: IC; "D" für Diode). Dann folgt die Bauteilbezeichnung des Herstellers.
Die negative Versorgung der STK8040 erfolgt über Anschluss 5. Neben Anschluss 5 von IC602 fehlt der Verbindungspunkt zu Anschluss 5 von IC601.
Zuletzt ist mir beim Versuch, die Abschaltungs-Schaltung (D615, D616, Q621, Q622 und die benachbarten Bauteile) vollständig zu verstehen, aufgefallen, dass ein Verbindungspunkt neben dem Brückengleichrichter fehlt.
Diese drei Fehler will ich noch kurz grafisch aufbereiten.
Holger, vielleicht kannst du auch mal die Kapazität von C624 (3,3 µF) und C626 (10 µF) messen. Je nach Messgerät und -Verfahren kann man die Kondensatoren dazu eingebaut lassen.
Und im eingeschalteten Zustand die Spannung an C626 messen (Sollwert nach Schaltplan: 41,6 V).
Wenn alle Kondensatoren in Ordnung sind, wird man nur mit einem Oszilloskop und ggf. weiteren Geräten weiterkommen.
Bernhard
PS: Während dem Schreiben von Antworten wirft mich die Software öfters raus. Das stört mich sehr.
auf meinem Plan sind bei C621 und C622 keine Polaritätszeichen, das sind vermutlich Elkos ohne vorgeschriebene Polarität.
Bei Normalbetrieb wird der Kondensator bei positiven Halbwellen geladen, Pluspol am Emitter, Minuspol an der Basis des folgenden Transistors.
Wenn über den Widerstand im STK8040 zwischen den Anschlüssen 2 und 3 Strom fließt, wird die Ladespannung am Kondensator kleiner. Bei sehr großem Strom durch den internen Widerstand wird die Spannung am Kondensator kurz umgepolt, dann liegt der Pluspol an der Basis und der Minuspol am Emitter des folgenden Transistors.
Der Transistor begrenzt die Spannung zwischen Basis und Emitter auf ca. 0,7 V. Normale, gepolte Elkos vertragen Umpolung bis ca. 1 V, d. h. gepolte Elkos mit Minuspol an der Basis des folgenden Transistors müssten hier auch funktionieren.
Hoher Leckstrom des Kondensators führt späterer Auslösung der Überstromschutzes. Der Leckstrom kann also nicht die Ursache sein.
Der Abschaltstrom hängt sehr stark vom Widerstand im STK8040 ab, darüber habe ich aber keine Unterlagen vorliegen. Der Wert liegt auf jeden Fall unter 1 Ohm und ist deshalb auch nicht einfach zu messen.
Ich habe versucht, die Schaltung näher zu verstehen, das ist nicht einfach, weil sie Fehler enthält.
Drei Fehler habe ich bis jetzt im Netz- und Endstufenteil entdeckt:
Offensichtlich falsch ist die Bezeichnung von IC601 und IC602: SVISK8040 muss SVISTK8040 lauten. (Der Vorsatz "SV" bedeutet, dass das Bauteil nicht aus dem Matsushita-Konzern (Matsushita, Panasonic, Technics, National) stammt, "I" bedeutet Bauteiltyp: IC; "D" für Diode). Dann folgt die Bauteilbezeichnung des Herstellers.
Die negative Versorgung der STK8040 erfolgt über Anschluss 5. Neben Anschluss 5 von IC602 fehlt der Verbindungspunkt zu Anschluss 5 von IC601.
Zuletzt ist mir beim Versuch, die Abschaltungs-Schaltung (D615, D616, Q621, Q622 und die benachbarten Bauteile) vollständig zu verstehen, aufgefallen, dass ein Verbindungspunkt neben dem Brückengleichrichter fehlt.
Diese drei Fehler will ich noch kurz grafisch aufbereiten.
Holger, vielleicht kannst du auch mal die Kapazität von C624 (3,3 µF) und C626 (10 µF) messen. Je nach Messgerät und -Verfahren kann man die Kondensatoren dazu eingebaut lassen.
Und im eingeschalteten Zustand die Spannung an C626 messen (Sollwert nach Schaltplan: 41,6 V).
Wenn alle Kondensatoren in Ordnung sind, wird man nur mit einem Oszilloskop und ggf. weiteren Geräten weiterkommen.
Bernhard
PS: Während dem Schreiben von Antworten wirft mich die Software öfters raus. Das stört mich sehr.
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Re: Technics Receiver will nicht
In den beiden Anlagen habe ich die drei oben genannten Fehler rot markiert.
Bernhard
Bernhard
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