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 Betreff des Beitrags: Erdung
BeitragVerfasst: Di Jan 29, 2019 10:04 
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Moin. :hello: Neu hier und schon eine Frage .
Im hohen Norden haben wir im Haus alle Steckdosen ohne Erde. Also da ist eine Brücke von dem Null an die Erdeklemme.

Frage: Kann ich vom Heizkörper eine Leizung an die Erde klemme anbringen? Ein den Nuller der Seckdose wieder normal anschliessen?
:danke:


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Di Jan 29, 2019 12:00 
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Servus,
Also ich würde es nicht machen, sondern die Erde der Heizung extra und wirklich verlegen in den Garten mit Erdankern. Ungefähr so, nur effektiver:

Bild

_________________
Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Di Jan 29, 2019 12:26 
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SEHR EFFEKTIV Volker, prima Beispiel :bier: Hatte mal in der Garagen Elektrik ebenfalls eine fehlende Erdung des Schutzleiters, obwohl meine Garage auf Moorgelänge verankert stand, habe ich Versucht mit einem Erdspieß von ca. 2m Länge eine Erdung zu erzielen, ganz leichtes kribbeln aber war immer noch da.
Heute gibt's die garage nicht mehr, war auf Pachtland und wurde vom Verpächter gekündigt, geht heute ein Wanderweg lang.

_________________
M.f.G.
harry

--------------------------------------------------------------------
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Di Jan 29, 2019 17:10 
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Registriert: Di Mai 12, 2009 17:09
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Hallo,

Bastelheinz hat geschrieben:
Im hohen Norden haben wir im Haus alle Steckdosen ohne Erde. Also da ist eine Brücke von dem Null an die Erdeklemme.

Du meinst sicher eine Brücke zum Schutzkontakt. Das ist die früher gebräuchliche klassische Nullung, der Neutralleiter (N) ist auch gleichzeitig der Schutzleiter (PE), somit also ein PEN (für Neuerrichtungen in D nicht mehr zulässig).

Bastelheinz hat geschrieben:
Frage: Kann ich vom Heizkörper eine Leizung an die Erde klemme anbringen? Ein den Nuller der Seckdose wieder normal anschliessen?

Schreib nochmal ganz genau auf, was Du machen willst. Generell rate ich aber Laien dringend davon ab, an Elektroanlagen herumzubasteln.


MfG
Munzel


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Di Jan 29, 2019 18:38 
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Registriert: Do Dez 27, 2007 23:19
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Um den Empfang eines Röhrenradios zu verbessern, kann man dessen Erdbuchse mit der Heizung oder einer Wasserleitung verbinden. Das ist im Allgemeinen besser, als dafür den Schutzleiter des störverseuchten Stromnetzes zu benutzen. Das wars aber auch schon.

Als Ersatz des Schutzleiters ist eine Verbindung mit der Heizung o.ä. nicht zulässig. Das hat mehrere Gründe:

Die Aufgabe des Schutzleiters ist es, zu verhindern, dass Metallteile wie z.B. Gehäuse von Geräten durch einen Fehler unter Spannung stehen. Sicher ist in Deiner Installation kein RCD (früher als FI-Schalter bezeichnet) vorhanden. Dann kann der Schutzleiter seine Schutzfunktion nur erfüllen, wenn er sehr gut geerdet ist. Oft ist nicht bekannt, ob und wie gut / wie zuverlässig die Heizunganlage geerdet ist. Im Fehlerfall würde dann womöglich keine Sicherung auslösen, sondern die komplette Heizungsanlage unter gefährlicher Spannung stehen!

Wenn an der Heizungsanlage gearbeitet wird, weiß der Monteur nichts davon, dass sie auch als Schutzleiter dient. Wenn er die Verbindung unterbricht, ist die Schutzfunktion, sofern sie vorher überhaupt gegeben war, nicht mehr vorhanden.

Manchmal bestehen die Heizungsrohre sogar aus Kunststoff oder haben an den Verbindungsstellen Kunststoff-Zwischenlagen, dann wäre sowieso keine Erdverbindung vorhanden.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Mi Jan 30, 2019 23:18 
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Die Elektroanlage sollte auf jeden Fall belassen werden, so wie Sie ist.
Es steckt schon ein Sinn hinter dieser Nullungsbrücke!

Wenn du die Sicherheit der Elektroanlage ernsthaft verbessern willst, hilft nur der Austausch der zweiadrigen Leitungen gegen dreiadrige Leitungen. Zudem der Einsatz eines Fehlerstromschutzschalters. Da Aufwand und Nutzen in keinerlei Verhältnis stehen... Es hat auch so die letzten 50 Jahre funktioniert, ohne das Menschen gestorben sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Do Jan 31, 2019 19:07 
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Aus Sicherheitssicht gibt es zwischen der alten zweiadrigen Installation mit Nullung und einer modernen Installation mit Schutzleiter und Fehlerstrom-Schutzschalter einen großen Unterschied:

Bei der alten Installation braucht nur an einer ungünstigen Stelle der Nullleiter unterbrochen sein, und schon kann das Gehäuse eines angeschlossenen Gerätes unter gefährlicher Spannung stehen.

Bei der neuen Installation löst bei den allermeisten Fehlern, die gefährlich werden könnten, der Fehlerstrom-Schutzschalter aus.

Damit das zuverlässig funktioniert, muss der Schutzleiter, wie der Rest der Anlage auch, fachgerecht installiert sein. Schließlich wird die Elektroinstallation in kaum einem Haushalt regelmäßig überprüft.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Do Jan 31, 2019 19:51 
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Beinem "Abriss" des Nulleiters der Hausinstallation am Einspeisepunkt "holt" sich die Anlage den fehlenden Null aus dem geerdeten und mit dem Schutzleiter verbundenen Gerät. Welcher Strom da zum fliessen kommt kann sich jeder ausrechnen. Hatte ich selber in einer alten mit klassischen Null versehen Installation. Dort hatte sich die Anlage über das Eckventil des KWS "versorgt". Total verbrannt und ein riesen Wasserschaden, keine Dichtung mehr vorhanden gewesen.

_________________
Ein Phasenprüfer ist so nützlich wie ein Lutscher der nach Kacke schmeckt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 16:01 
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röhrenradiofreak hat geschrieben:
Um den Empfang eines Röhrenradios zu verbessern, kann man dessen Erdbuchse mit der Heizung oder einer Wasserleitung verbinden. Das ist im Allgemeinen besser, als dafür den Schutzleiter des störverseuchten Stromnetzes zu benutzen. Das wars aber auch schon.

Als Ersatz des Schutzleiters ist eine Verbindung mit der Heizung o.ä. nicht zulässig. Das hat mehrere Gründe:

Die Aufgabe des Schutzleiters ist es, zu verhindern, dass Metallteile wie z.B. Gehäuse von Geräten durch einen Fehler unter Spannung stehen. Sicher ist in Deiner Installation kein RCD (früher als FI-Schalter bezeichnet) vorhanden. Dann kann der Schutzleiter seine Schutzfunktion nur erfüllen, wenn er sehr gut geerdet ist. Oft ist nicht bekannt, ob und wie gut / wie zuverlässig die Heizunganlage geerdet ist. Im Fehlerfall würde dann womöglich keine Sicherung auslösen, sondern die komplette Heizungsanlage unter gefährlicher Spannung stehen!

Wenn an der Heizungsanlage gearbeitet wird, weiß der Monteur nichts davon, dass sie auch als Schutzleiter dient. Wenn er die Verbindung unterbricht, ist die Schutzfunktion, sofern sie vorher überhaupt gegeben war, nicht mehr vorhanden.

Manchmal bestehen die Heizungsrohre sogar aus Kunststoff oder haben an den Verbindungsstellen Kunststoff-Zwischenlagen, dann wäre sowieso keine Erdverbindung vorhanden.

Lutz



Das stimmt nicht was da uns schreibst.
Plattenbauten DDR nur zwei Adern für Steckdosen verlegt bei der Modernisierung wird der PE vom Heizungsrohr(Stahl) zur Steckdose verlegt.

_________________
Gruß Frank

Strom macht klein schwarz und häßlich


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 18:52 
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Das ist aber dann eine Sonderlösung, die so nicht allgemein zulässig ist. Gründe siehe oben.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Do Feb 28, 2019 9:36 
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:danke: :hello:


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdung
BeitragVerfasst: Do Feb 28, 2019 10:26 
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Wohnort: Ingelheim am Rhein (Die Rotweinstadt)
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Noch ein kleiner Nachsatz zu all dem was schon sehr richtig von den Anderen erklärt wurde, ich bin gelernter Elektriker und weiß wovon ich rede. Vor Jahrzehnten wurden die ersten Schukosteckdosen ausschließlich an der Wasserleitung, Heizung u.s.w. geerdet. Dieser "Schutz" erwies sich aber sehr schnell als unzureichend da der Übergangswiderstand zur Erde nicht so klein gemacht werden konnte dass im Falle einer Verbindung des Gehäuses eines Verbrauchers zur Phase des Stromnetzes eine Sicherung sofort auslösen konnte. Eine Schmelzsicherung aber auch ein Sicherungsautomat brauchen im Kurzschlußfalle bis zum 3,5 fachen des Nennstromes um sofort auslösen zu können, das sind bei einer 16A Sicherung bis zu 56 Ampere. Dieser Strom kommt bei einer reinen "Erdung" nicht zum fließen weshalb man dann relativ schnell die sogenannte Nullung, d.h. eine Verbindung zwischen Nulleiter und Erde eingeführt hat. Diese Verbindung wird heute in der Regel direkt am Hausanschluß und nochmal in der Zählerverteilung gemacht. Ein separater Schutzleiter ist natürlich optimal und ermöglicht auch die Verwendung des bereits erwähnten FI-Schalters, sind nur zweiadrige Kabel zu den Steckdosen verlegt bietet die "klassische Nullung" direkt in der Steckdose den Best möglichen Schutz und darf auf keinen Fall entfernt werden.

_________________
Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

Ein Forenmitglied dass kein Problem damit hat seinen Vornamen und Wohnort zu nennen. :)


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