Restaurierung eines Nordmende Othello 55
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det
- Philetta

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Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo Röhrenradiofreunde,
ich habe vor ein paar Wochen ein Nordmende Othello 55 vor der sicheren "Elektrotonne" gerettet und habe jetzt damit begonnen,
das Teil wieder herzurichten. Das langfristige Ziel ist eigentlich die "Wiederbelebung".
Jetzt habe ich zu meinem Entsetzen festgestellt, daß das Skalenseil für FM gerissen ist und irgendwie im Gehäuse herumhing.
Den Seillaufplan habe ich und auch schon probehalber ein neues Seil aufgelegt. Allerdings lag auch der Anzeiger für FM lose
herum und ich kann mir keinen Reim darauf machen, wie dieses Teil am Seil befestigt wird. Ich vermute, dieses Befestigungsteil
(siehe Schnurlaufplan) ist irgendwie abhanden gekommen. Hat jemand vielleicht auch ein solches Radio und kann mal eine gute Detailaufnahme
von dieser Befestigung einstellen. Vielleicht kann man dann so ein Befestigungsmittel selbst "nachbauen" oder sich eine Alternative ausdenken.
Ich habe mal Fotos von dem Anzeiger beigefügt.
Mein zweites Problem ist eine Spule unterhalb des Tastenaggregats. (Siehe Foto) Diese Spule hing so lose ohne "Innenleben" herum und
verschiedene Wicklungen hingen schon in der Luft. An der Stelle, wo sie mal gesessen hat, ist nur ein Loch zu sehen mit den Spuren einer
früheren Befestigung. Ich denke aber, diese Spule ist nicht unbedingt für UKW-Empfang notwendig, da sie in dem Bereich des Umschalters
für MW bzw. LW hing. Oder irre ich mich da ?
Beigefügt zu Beginn auch zwei Fotos von dem "Patienten".
Ich habe auch den Original-Schaltplan von dem Teil, aber der ist so nachgedunkelt, daß ich lieber den vom Radiomuseum einstellen würde.
Ist das hier im Forum erlaubt oder gibt es da Urheberrechtsprobleme ?
In der Hoffnung auf rege Teilnahme und problemlösende Anworten grüßt euch
Wilfried
ich habe vor ein paar Wochen ein Nordmende Othello 55 vor der sicheren "Elektrotonne" gerettet und habe jetzt damit begonnen,
das Teil wieder herzurichten. Das langfristige Ziel ist eigentlich die "Wiederbelebung".
Jetzt habe ich zu meinem Entsetzen festgestellt, daß das Skalenseil für FM gerissen ist und irgendwie im Gehäuse herumhing.
Den Seillaufplan habe ich und auch schon probehalber ein neues Seil aufgelegt. Allerdings lag auch der Anzeiger für FM lose
herum und ich kann mir keinen Reim darauf machen, wie dieses Teil am Seil befestigt wird. Ich vermute, dieses Befestigungsteil
(siehe Schnurlaufplan) ist irgendwie abhanden gekommen. Hat jemand vielleicht auch ein solches Radio und kann mal eine gute Detailaufnahme
von dieser Befestigung einstellen. Vielleicht kann man dann so ein Befestigungsmittel selbst "nachbauen" oder sich eine Alternative ausdenken.
Ich habe mal Fotos von dem Anzeiger beigefügt.
Mein zweites Problem ist eine Spule unterhalb des Tastenaggregats. (Siehe Foto) Diese Spule hing so lose ohne "Innenleben" herum und
verschiedene Wicklungen hingen schon in der Luft. An der Stelle, wo sie mal gesessen hat, ist nur ein Loch zu sehen mit den Spuren einer
früheren Befestigung. Ich denke aber, diese Spule ist nicht unbedingt für UKW-Empfang notwendig, da sie in dem Bereich des Umschalters
für MW bzw. LW hing. Oder irre ich mich da ?
Beigefügt zu Beginn auch zwei Fotos von dem "Patienten".
Ich habe auch den Original-Schaltplan von dem Teil, aber der ist so nachgedunkelt, daß ich lieber den vom Radiomuseum einstellen würde.
Ist das hier im Forum erlaubt oder gibt es da Urheberrechtsprobleme ?
In der Hoffnung auf rege Teilnahme und problemlösende Anworten grüßt euch
Wilfried
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andreas1962
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo Wilfried,
Herzlich willkommen im DRF. Das Skalenseil wird um den abgebogenen Teil des Zeigers "geschlängelt". Zeige ich Dir später an einem Bild, mache gerade Pause bei der Gartenarbeit.
Das Schaltbild sollte bei Elektrotanya abrufbar sein.
Typisch in Nordmende Radios: abgesprunge Nieten am Netztrafo, Widerstand und Koppelkondensator in einem Gehäuse, Ero-Papierwickelkondensatoren und weiße Neokondensatoren die auch zu tauschen sind. Der Selengleichrichter ist oft taub.
Pause vorbei. Gleich weiter im Garten arbeiten. Das Bild schiebe ich später nach. Bitte noch das Foto vom Tastensatz einfügen
Viele Grüße
andreas
Herzlich willkommen im DRF. Das Skalenseil wird um den abgebogenen Teil des Zeigers "geschlängelt". Zeige ich Dir später an einem Bild, mache gerade Pause bei der Gartenarbeit.
Das Schaltbild sollte bei Elektrotanya abrufbar sein.
Typisch in Nordmende Radios: abgesprunge Nieten am Netztrafo, Widerstand und Koppelkondensator in einem Gehäuse, Ero-Papierwickelkondensatoren und weiße Neokondensatoren die auch zu tauschen sind. Der Selengleichrichter ist oft taub.
Pause vorbei. Gleich weiter im Garten arbeiten. Das Bild schiebe ich später nach. Bitte noch das Foto vom Tastensatz einfügen
Viele Grüße
andreas
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andreas1962
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Moin Wilfried,
vorhin spannte ich ein Skalenseil mit Zugfeder zwischen zwei Schraubstöcken auf meinem Werktisch und "drehte" den UKW-Skalenzeiger eines Nordmende Othello aus meinem Fundus in das Skalenseil, siehe Bild.
Der Othello hat am Netztrafo die Einstellung 240V. Kannst Du ausprobieren und danach die Wechselspannung an den Skalenlampen messen. Wenn diese zwischen 6,1 und 6,7 Volt liegt, kannst Du diese Einstellung weiter verwenden. Schont den Netztrafo.
Viele Grüße
andreas
vorhin spannte ich ein Skalenseil mit Zugfeder zwischen zwei Schraubstöcken auf meinem Werktisch und "drehte" den UKW-Skalenzeiger eines Nordmende Othello aus meinem Fundus in das Skalenseil, siehe Bild.
Der Othello hat am Netztrafo die Einstellung 240V. Kannst Du ausprobieren und danach die Wechselspannung an den Skalenlampen messen. Wenn diese zwischen 6,1 und 6,7 Volt liegt, kannst Du diese Einstellung weiter verwenden. Schont den Netztrafo.
Viele Grüße
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det
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo Andreas,
danke für deine schnelle Antwort und den Tip. Ich denke, so werde ich es dann machen.
Für mich war heute nämlich auch Garten angesagt und da versuche ich immer möglichst gleich alles hinter mich
zu bringen, denn so ein großer "Garten-Freak" bin ich eigentlich nicht.
Eigentlich dachte ich, ich habe das Foto von der Untersicht des Schaltaggregats mitgeschickt, aber anscheinend
waren die 1 MB schon überschritten. Also heute die Nachlieferung.
Das viele Kondensatoren auszutauschen sind habe ich auch schon gesehen. Der Trafo und der Ausgangsübertrager
scheinen aber o.k. zu sein. Zumindest sagen das meine Widerstandsmessungen. Mal sehen, was Gleichrichter und
der 3-fach ELKO sagen. Aber ich bin eh mehr der pragmatische Typ: Dann kommt eben was neues rein, auch wenns
nicht 100%ig alt aussieht. Im Ergebnis soll er später mal spielen.
Wie machst du es denn eigentlich mit dem Gehäuse ? Auf der vorderen Front platzt der Lack einschl. Farbe schon
von allein (bzw. bei leichtem Druck ab). Das Teil stand vermutlich lange Zeit im Keller . Aber auf der Oberseite
ist die Oberfläche noch ziemlich fest und in Ordnung. Da reicht vielleicht sogar schon Politur.
Viele Grüße vom Rhein
Wilfried
danke für deine schnelle Antwort und den Tip. Ich denke, so werde ich es dann machen.
Für mich war heute nämlich auch Garten angesagt und da versuche ich immer möglichst gleich alles hinter mich
zu bringen, denn so ein großer "Garten-Freak" bin ich eigentlich nicht.
Eigentlich dachte ich, ich habe das Foto von der Untersicht des Schaltaggregats mitgeschickt, aber anscheinend
waren die 1 MB schon überschritten. Also heute die Nachlieferung.
Das viele Kondensatoren auszutauschen sind habe ich auch schon gesehen. Der Trafo und der Ausgangsübertrager
scheinen aber o.k. zu sein. Zumindest sagen das meine Widerstandsmessungen. Mal sehen, was Gleichrichter und
der 3-fach ELKO sagen. Aber ich bin eh mehr der pragmatische Typ: Dann kommt eben was neues rein, auch wenns
nicht 100%ig alt aussieht. Im Ergebnis soll er später mal spielen.
Wie machst du es denn eigentlich mit dem Gehäuse ? Auf der vorderen Front platzt der Lack einschl. Farbe schon
von allein (bzw. bei leichtem Druck ab). Das Teil stand vermutlich lange Zeit im Keller . Aber auf der Oberseite
ist die Oberfläche noch ziemlich fest und in Ordnung. Da reicht vielleicht sogar schon Politur.
Viele Grüße vom Rhein
Wilfried
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andreas1962
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Moin Wilfried,
danke für das Foto. Da ist die Spule (Vorkreis oder Oszillatorkreis) für den Langwellenbereich abgerissen. Wenn die Litzenenden noch nicht abgerissen sind, kannst Du den Pertinaxträgerstreifen an der Stelle, an der die Spule sitzen soll, leicht abschmirgeln und mit 2k-Kleber (z.B. Uhu Sofortfest) die Spule wieder ankleben. Sollte einer der Drähte abgerissen sein, kannst Du nach dem Schaltbild und der Positions-Angabe die passende Kontaktfahne heraussuchen. Meist hängt dort noch ein Litzenrest dran.
Zum Verzinnen die Temperatur an der Lötstation etwas höher stellen als zum normalen Löten und mit dem Einsatz von frischem verbleiten Lötzinn das Litzenende verzinnen. Da ist etwas probieren angesagt und es riecht auch ein wenig. Früher wurde die HF-Litze abgekratzt, in Brennspiritus getränkt und mit einer Flamme (Feuerzeug oder Kerze) erhitzt. Das erforderte viel Erfahrung. Und war auch nicht Großserien-Fertigungsgerecht.
Ich habe Gehäuse mit Hartöl überarbeitet. Meine Lackierkünste waren nicht so toll.
Siehe hier: viewtopic.php?t=35038
oder hier: viewtopic.php?t=35045
Viele Grüße
andreas
danke für das Foto. Da ist die Spule (Vorkreis oder Oszillatorkreis) für den Langwellenbereich abgerissen. Wenn die Litzenenden noch nicht abgerissen sind, kannst Du den Pertinaxträgerstreifen an der Stelle, an der die Spule sitzen soll, leicht abschmirgeln und mit 2k-Kleber (z.B. Uhu Sofortfest) die Spule wieder ankleben. Sollte einer der Drähte abgerissen sein, kannst Du nach dem Schaltbild und der Positions-Angabe die passende Kontaktfahne heraussuchen. Meist hängt dort noch ein Litzenrest dran.
Zum Verzinnen die Temperatur an der Lötstation etwas höher stellen als zum normalen Löten und mit dem Einsatz von frischem verbleiten Lötzinn das Litzenende verzinnen. Da ist etwas probieren angesagt und es riecht auch ein wenig. Früher wurde die HF-Litze abgekratzt, in Brennspiritus getränkt und mit einer Flamme (Feuerzeug oder Kerze) erhitzt. Das erforderte viel Erfahrung. Und war auch nicht Großserien-Fertigungsgerecht.
Ich habe Gehäuse mit Hartöl überarbeitet. Meine Lackierkünste waren nicht so toll.
Siehe hier: viewtopic.php?t=35038
oder hier: viewtopic.php?t=35045
Viele Grüße
andreas
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo Andreas, hallo Röhrenradio-Fans,
sorry für die etwas längere Pause, aber ich bin auch noch berufsmäßig etwas unterwegs und muß auch einige Zeit
meinen Enkeln widmen.
Ich war aber in der Zwischenzeit auch nicht ganz untätig, sondern habe am Chassis weitergearbeitet, soweit man das
überhaupt als "Arbeit" bezeichnen kann. Neben dem Skalenseil für FM habe ich auch die ganzen ero-Kondensatoren aus-
getauscht und die Spannungsversorgung neu gestaltet. Nach einem kurzen Test habe ich die Spannungsvorwahl auf 240 V
umgestellt und damit stimmem die Spannungswerte der Heizung ziemlich genau. Allerdings ohne die Röhren. Die habe ich
mal in einem anderen Radio getestet, weil sie ziemlich "altersgemäß" aussahen. Aber sie funktionieren alle. Die Anodenspannung
scheint noch etwas über den im Schaltplan angegebenen Werte zu liegen. Aber da kann ich sicher noch was machen. Außerdem
waren die Röhren ja noch nicht drin.
Zur Veranschaulichung hänge ich mal ein paar Fotos vom Stand an.
Apropos Fotos: Ich hänge auch mal ein paar Fotos vom Ausgangstrafo an, denn da ist ein Kabel dran, das ich nicht zuordnen kann
und welches einfach "blind" endet. Vielleicht kann mir jemand sagen, was es damit auf sich hat. Vielen Dank im Voraus.
So, bevor ich jetzt weitermache, werde ich mir erstmal eine Zuordnung der Bauteile zum Schaltplan erstellen. Dazu habe ich
mir Fotos von der Chassis-Unterseite gemacht und vermerke darauf die Bauteilnummern aus dem Schaltplan. Denn bei so einem
frei verdrahteten Radio wie diesem ist diese Zuordnung für einen Quereinsteiger wie mich immer richtige "Detektivarbeit".
Dann werde ich mal einen Lautsprecher anschließen und die Röhren einstecken.
Für heute Grüße vom Rhein
Wilfried
sorry für die etwas längere Pause, aber ich bin auch noch berufsmäßig etwas unterwegs und muß auch einige Zeit
meinen Enkeln widmen.
Ich war aber in der Zwischenzeit auch nicht ganz untätig, sondern habe am Chassis weitergearbeitet, soweit man das
überhaupt als "Arbeit" bezeichnen kann. Neben dem Skalenseil für FM habe ich auch die ganzen ero-Kondensatoren aus-
getauscht und die Spannungsversorgung neu gestaltet. Nach einem kurzen Test habe ich die Spannungsvorwahl auf 240 V
umgestellt und damit stimmem die Spannungswerte der Heizung ziemlich genau. Allerdings ohne die Röhren. Die habe ich
mal in einem anderen Radio getestet, weil sie ziemlich "altersgemäß" aussahen. Aber sie funktionieren alle. Die Anodenspannung
scheint noch etwas über den im Schaltplan angegebenen Werte zu liegen. Aber da kann ich sicher noch was machen. Außerdem
waren die Röhren ja noch nicht drin.
Zur Veranschaulichung hänge ich mal ein paar Fotos vom Stand an.
Apropos Fotos: Ich hänge auch mal ein paar Fotos vom Ausgangstrafo an, denn da ist ein Kabel dran, das ich nicht zuordnen kann
und welches einfach "blind" endet. Vielleicht kann mir jemand sagen, was es damit auf sich hat. Vielen Dank im Voraus.
So, bevor ich jetzt weitermache, werde ich mir erstmal eine Zuordnung der Bauteile zum Schaltplan erstellen. Dazu habe ich
mir Fotos von der Chassis-Unterseite gemacht und vermerke darauf die Bauteilnummern aus dem Schaltplan. Denn bei so einem
frei verdrahteten Radio wie diesem ist diese Zuordnung für einen Quereinsteiger wie mich immer richtige "Detektivarbeit".
Dann werde ich mal einen Lautsprecher anschließen und die Röhren einstecken.
Für heute Grüße vom Rhein
Wilfried
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo, hier bin ich noch einmal,
anscheinend hat das mit dem Anhängen der Fotos nicht ganz geklappt.
Darum schicke ich die jetzt hinterher.
gruß wilfried
anscheinend hat das mit dem Anhängen der Fotos nicht ganz geklappt.
Darum schicke ich die jetzt hinterher.
gruß wilfried
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo in die Runde,
ich muß mich mit meiner Othello55 Restauration noch einmal melden.
Ich habe mit der Verdrahtung am Lautstärke-Poti so meine Probleme.
Zuersteinmal waren da im "Urzustand", also so wie ich es erhalten habe, zwei
0,1 uF Kondensatoren drin, die ich in der Liste nicht finde und eher als 0,01 uF
(C78 und C80) einsortieren würde. Siehe beigefügtes Foto "Urzustand".
Weiterhin habe ich eine Bitte: Könnte jemand die Zuordnung der Lötanschlüsse
des LS-Potis gemäß der Numerierung in den Schaltplanausschnitt vornehmen.
Ich gehe davon aus, Das R38 der LS-Poti ist und R41 und R43 der Höhen- bzw.
Tiefensteller ist. Oder liege ich da ganz falsch.
Ich habe mal zusätzlich den Schaltplan drangehängt, falls ich den Bereich völlig
verkannt habe.
Vielen Dank im voraus
Wilfried
ich muß mich mit meiner Othello55 Restauration noch einmal melden.
Ich habe mit der Verdrahtung am Lautstärke-Poti so meine Probleme.
Zuersteinmal waren da im "Urzustand", also so wie ich es erhalten habe, zwei
0,1 uF Kondensatoren drin, die ich in der Liste nicht finde und eher als 0,01 uF
(C78 und C80) einsortieren würde. Siehe beigefügtes Foto "Urzustand".
Weiterhin habe ich eine Bitte: Könnte jemand die Zuordnung der Lötanschlüsse
des LS-Potis gemäß der Numerierung in den Schaltplanausschnitt vornehmen.
Ich gehe davon aus, Das R38 der LS-Poti ist und R41 und R43 der Höhen- bzw.
Tiefensteller ist. Oder liege ich da ganz falsch.
Ich habe mal zusätzlich den Schaltplan drangehängt, falls ich den Bereich völlig
verkannt habe.
Vielen Dank im voraus
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radio-hobby.de
- Kuba Komet

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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo Wilfred,
genau, R38 ist definitiv das Lautstärke-Poti. Die drei Hauptanschlüsse des Potis (Anfang, Schleifer, Ende) dürften die drei mittig nebeneinander liegenden Lötösen 2,3,4 sein, davon der mittlere (3) mit ziemlicher Sicherheit der Schleifer. Die Lötöse 4 dürfte wohl das "obere" Ende der Widerstandsbahn des Lautstärke-Potis sein, also diejenige Seite, zu der sich der Schleifer bei maximaler Lautstärke hindreht, und die laut Schaltplan mit C73, C99 und dem abgeschirmten Kabel zum Magnetofonanschluss verbunden ist.
Lötöse 2 ist demnach das laut Schaltplan "untere" Ende der Widerstandsbahn des Lautstärkepotis, verbunden mit zwei Widerständen und drei Kondensatoren laut Plan: C75, C72, C71, R39 und R40.
Lötöse 5 sieht mir nach Abschirmung/Masse aus.
Lötöse 1 dürfte eine der beiden Anzapfungen an der Lautstärke-Poti-Widerstandsbahn sein, und zwar die auf dem Schaltplan weiter unten eingezeichnete mit R47 ; es müsste wohl laut Schaltplan noch eine zweite solche Anzapfung vorhanden sein; vielleicht liegt sie auf der verdeckten anderen Seite des Potis.
Auf gleicher Achse findet sich ja wohl auch das Höhen-Einstell-Poti R41. Das dürften die drei etwas versteckten Lötösen dahinter, 6,7,8 sein, wiederum mit dem Schleifer an der mittigen Lötöse. Der Schleifer von Poti R41, also höchstwahrscheinlich die mittige Lötöse, müsste laut Schaltplan mit Masse verbunden sein. Daran könntest du diese Lötöse erkennen, und ich vermute Lötöse 7.
Lötöse 5 ist zwar auch mit Masse verbunden, aber ist definitv nicht Teil des Poti R41, denn so wie ich die Fotos sehe, zeigen diese, dass 5 an das Abschirmungsblech der Poti-Gehäuse-Rückseite geht.
Gruß
Georg
genau, R38 ist definitiv das Lautstärke-Poti. Die drei Hauptanschlüsse des Potis (Anfang, Schleifer, Ende) dürften die drei mittig nebeneinander liegenden Lötösen 2,3,4 sein, davon der mittlere (3) mit ziemlicher Sicherheit der Schleifer. Die Lötöse 4 dürfte wohl das "obere" Ende der Widerstandsbahn des Lautstärke-Potis sein, also diejenige Seite, zu der sich der Schleifer bei maximaler Lautstärke hindreht, und die laut Schaltplan mit C73, C99 und dem abgeschirmten Kabel zum Magnetofonanschluss verbunden ist.
Lötöse 2 ist demnach das laut Schaltplan "untere" Ende der Widerstandsbahn des Lautstärkepotis, verbunden mit zwei Widerständen und drei Kondensatoren laut Plan: C75, C72, C71, R39 und R40.
Lötöse 5 sieht mir nach Abschirmung/Masse aus.
Lötöse 1 dürfte eine der beiden Anzapfungen an der Lautstärke-Poti-Widerstandsbahn sein, und zwar die auf dem Schaltplan weiter unten eingezeichnete mit R47 ; es müsste wohl laut Schaltplan noch eine zweite solche Anzapfung vorhanden sein; vielleicht liegt sie auf der verdeckten anderen Seite des Potis.
Auf gleicher Achse findet sich ja wohl auch das Höhen-Einstell-Poti R41. Das dürften die drei etwas versteckten Lötösen dahinter, 6,7,8 sein, wiederum mit dem Schleifer an der mittigen Lötöse. Der Schleifer von Poti R41, also höchstwahrscheinlich die mittige Lötöse, müsste laut Schaltplan mit Masse verbunden sein. Daran könntest du diese Lötöse erkennen, und ich vermute Lötöse 7.
Lötöse 5 ist zwar auch mit Masse verbunden, aber ist definitv nicht Teil des Poti R41, denn so wie ich die Fotos sehe, zeigen diese, dass 5 an das Abschirmungsblech der Poti-Gehäuse-Rückseite geht.
Gruß
Georg
Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. 
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det
- Philetta

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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo Georg,
vielen Dank für diese umfangreiche Antwort. Alleine wäre ich da nie darauf gekommen.
Jetzt kann ich weiter suchen, warum der Ton so schwach ist und nicht auf irgendein Poti überhaupt
reagiert.
Nochmals vielen Dank und ich werde mich melden, wenn ich den Fehler gefunden habe. Oder wieder
um Mithilfe bitte.
Viele Grüße vom Rhein sendet
Wilfried
vielen Dank für diese umfangreiche Antwort. Alleine wäre ich da nie darauf gekommen.
Jetzt kann ich weiter suchen, warum der Ton so schwach ist und nicht auf irgendein Poti überhaupt
reagiert.
Nochmals vielen Dank und ich werde mich melden, wenn ich den Fehler gefunden habe. Oder wieder
um Mithilfe bitte.
Viele Grüße vom Rhein sendet
Wilfried
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo Wilfried,
eingezeichnet ist mit "Rot" der Signalweg von den Umschaltern, die auswählen, ob das Audiosignal von AM- Bändern (Kurz- Mittel- Langwelle) oder vom FM-Band UKW kommen soll, bis hin zum Kondensator C73, der höchstwahrscheinlich in der Nähe des Lautstärkepoti positioniert ist. Dieses Stück Leitungsweg kommt ja von den Umschaltern, und weil es einen Weg quer durchs Radio zurücklegt, dürfte diese Leitung abgeschirmt sein. Das ist nur eine Vermutung, aber eine gut begründete, weil es so üblich ist, und weil ich glaube, so eine gelb auf deinen Fotos zu sehen. Nebenbei, die Schirmung ist immer mit Masse verbunden, die "Seele" leitet das Audiosignal. Fatal wäre, wenn die Seele irgendwo mit der Schirmung, also mit Masse kontaktiert wäre, und sei es eine versehentliche Berührung, denn dann wäre das Audiosignal kurzgeschlossen. Diese Leitung würde ich als erstes durch das Radio im Verlauf aufsuchen und checken. Kleiner Tipp: unerwünschte Masse-Schlüsse abgeschirmter Leitungen finden sich am ehesten an der Stelle, wo das Abschirmungsgeflecht auseinandergedröselt wurde, um es an Masse anzulöten.
Als nächstes würde ich folgendes nachverfolgen: Es muss der andere Anschluss von C73 mit dem "oberen" Ende der Widerstandsbahn des Lautstärkepoti verbunden sein, also mit Lötöse 4. Wenn ich deine Fotos ansehe, glaube ich da einen (neuen) Kondensator zu sehen, der direkt an Lötöse 4 angelötet ist.
Es gibt ferner noch ein C74, und auch dessen beiden Anschlüsse dürfen nirgends an Masse gehen. Vergleichbares gilt für die anderen abgeschirmten Leitungen, z.B. die Leitung zum Magnetofonanschluss, und die anderen Bauteile rings um Lautstärke- und Klangeinsteller-Potis.
Im Schaltbild "Grün" markiert ist der Signalweg vom Schleifer des Lautstärkepoti kommend in Richtung zu den Niederfrequenz-Verstärker-Röhren. Auch in diesem Verlauf würde ich genau nachsehen.
Viel Erfolg,
Gruß
Georg
eingezeichnet ist mit "Rot" der Signalweg von den Umschaltern, die auswählen, ob das Audiosignal von AM- Bändern (Kurz- Mittel- Langwelle) oder vom FM-Band UKW kommen soll, bis hin zum Kondensator C73, der höchstwahrscheinlich in der Nähe des Lautstärkepoti positioniert ist. Dieses Stück Leitungsweg kommt ja von den Umschaltern, und weil es einen Weg quer durchs Radio zurücklegt, dürfte diese Leitung abgeschirmt sein. Das ist nur eine Vermutung, aber eine gut begründete, weil es so üblich ist, und weil ich glaube, so eine gelb auf deinen Fotos zu sehen. Nebenbei, die Schirmung ist immer mit Masse verbunden, die "Seele" leitet das Audiosignal. Fatal wäre, wenn die Seele irgendwo mit der Schirmung, also mit Masse kontaktiert wäre, und sei es eine versehentliche Berührung, denn dann wäre das Audiosignal kurzgeschlossen. Diese Leitung würde ich als erstes durch das Radio im Verlauf aufsuchen und checken. Kleiner Tipp: unerwünschte Masse-Schlüsse abgeschirmter Leitungen finden sich am ehesten an der Stelle, wo das Abschirmungsgeflecht auseinandergedröselt wurde, um es an Masse anzulöten.
Als nächstes würde ich folgendes nachverfolgen: Es muss der andere Anschluss von C73 mit dem "oberen" Ende der Widerstandsbahn des Lautstärkepoti verbunden sein, also mit Lötöse 4. Wenn ich deine Fotos ansehe, glaube ich da einen (neuen) Kondensator zu sehen, der direkt an Lötöse 4 angelötet ist.
Es gibt ferner noch ein C74, und auch dessen beiden Anschlüsse dürfen nirgends an Masse gehen. Vergleichbares gilt für die anderen abgeschirmten Leitungen, z.B. die Leitung zum Magnetofonanschluss, und die anderen Bauteile rings um Lautstärke- und Klangeinsteller-Potis.
Im Schaltbild "Grün" markiert ist der Signalweg vom Schleifer des Lautstärkepoti kommend in Richtung zu den Niederfrequenz-Verstärker-Röhren. Auch in diesem Verlauf würde ich genau nachsehen.
Viel Erfolg,
Gruß
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Re: Restaurierung eines Nordmende Othello 55
Hallo Georg,
vielen Dank für deine Teilnahme an meinen Bemühungen. Ich werde deine Anregungen demnächst
aufnehmen und abklären. Leider habe ich noch einen kleinen "Nebenjob" (als Rentner), so daß ich
nicht immer die Zeit und Ruhe habe, die ich gerne hätte. Aber ich denke, es wird schon werden.
Ich habe bloß anscheinend noch eine weitere "Baustelle": Bei dem Test der NF-Stufe, bei dem ich
im TA-Modus mit dem Schraubenzieher den TA-Anschluß bzw. dem Magnetofoneingang berührt habe,
tat sich gar nichts. Ich habe mal die EL 84 getauscht, aber das brachte auch nichts. Die Spannungen
sind eigentlich im UKW-Modus auch o.k. Vielleicht ein bißchen geringer als die Werte im Schaltplan,
so ca. 10 - 20 V. Die Spannung aus der Stromversorgung ist aber nahezu genau auf den Punkt.
Na ja, ich werde mal weiter suchen und ersteinmal die Verdrahtung am LS-Poti nach deinen Tips
überprüfen.
Für heute viele Grüße vom Rhein
Wilfried
vielen Dank für deine Teilnahme an meinen Bemühungen. Ich werde deine Anregungen demnächst
aufnehmen und abklären. Leider habe ich noch einen kleinen "Nebenjob" (als Rentner), so daß ich
nicht immer die Zeit und Ruhe habe, die ich gerne hätte. Aber ich denke, es wird schon werden.
Ich habe bloß anscheinend noch eine weitere "Baustelle": Bei dem Test der NF-Stufe, bei dem ich
im TA-Modus mit dem Schraubenzieher den TA-Anschluß bzw. dem Magnetofoneingang berührt habe,
tat sich gar nichts. Ich habe mal die EL 84 getauscht, aber das brachte auch nichts. Die Spannungen
sind eigentlich im UKW-Modus auch o.k. Vielleicht ein bißchen geringer als die Werte im Schaltplan,
so ca. 10 - 20 V. Die Spannung aus der Stromversorgung ist aber nahezu genau auf den Punkt.
Na ja, ich werde mal weiter suchen und ersteinmal die Verdrahtung am LS-Poti nach deinen Tips
überprüfen.
Für heute viele Grüße vom Rhein
Wilfried